Todeslisten veröffentlicht
: Mann ruft im Darknet auf, Politiker zu töten und veröffentlicht Bomben-Anleitungen

Mit Hilfe von Spenden wollte der Verdächtige offenbar Kopfgelder auf Politiker aussetzen. Spezialkräfte nehmen ihn in Dortmund fest.
Von
afp
Karlsruhe
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Bundesanwaltschaft: ARCHIV - 17.06.2019, Baden-Württemberg, Karlsruhe: «Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof» steht auf einem Schild am Eingang zum Gebäude der Bundesanwaltschaft. (zu dpa: «Todesliste und Kopfgeld auf Politiker? Festnahme in Dortmund») Foto: Christoph Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.

Christoph Schmidt/dpa
  • Spezialkräfte verhafteten in Dortmund einen Mann wegen Aufrufen zu Anschlägen im Darknet.
  • Der Verdächtige veröffentlichte Todeslisten, Bombenbau-Anleitungen und sensible Daten von Politikern.
  • Er forderte Kryptowährungs-Spenden, um Kopfgelder auf Politiker auszusetzen.
  • Gegen den Mann wird wegen Terrorismusfinanzierung und weiterer schwerer Straftaten ermittelt.
  • Der Beschuldigte soll noch am Dienstag dem Bundesgerichtshof vorgeführt werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach der Veröffentlichung von Todeslisten mit Namen von Politikern haben Spezialkräfte in Dortmund einen Deutsch-Polen festgenommen. Der Mann habe im Darknet anonym zu Anschlägen auf Menschen des öffentlichen Lebens und Amtsträger aufgerufen, erklärte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Dienstag. Der Beschuldigte namens Martin S. sei am Montagabend durch Beamte des Bundeskriminalamts und Spezialkräfte gefasst worden.

Den Angaben zufolge soll S. auf seiner Plattform auch Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen veröffentlicht und Spenden in Kryptowährungen eingefordert haben, die als „Kopfgeld“ zur Tötung ausgesetzt werden sollten. Dazu seien „von ihm selbst ausgesprochene Todesurteile“ und Informationen mit „sensiblen persönlichen Daten potenzieller Opfer“ eingestellt worden, erklärten die Ermittler der Bundesanwaltschaft.

Gegen den Verdächtigen wird demnach wegen Terrorismusfinanzierung, der Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie des gefährdenden Verbreitens personenbezogener Daten ermittelt. S. sollte noch am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.