Streit um Atomprogramm
: Trump droht Iran mit Bombardierung

Sollte Teheran einem Abkommen zur Begrenzung seines Atomprogramms nicht zustimmen „wird es Bombardierungen geben, und zwar Bombardierungen, wie sie sie noch nie gesehen haben“, so Trump.
Von
Christian Wille
Washington
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US-Präsident Trump spricht im Oval Office: 26.03.2025, USA, Washington: US-Präsident Donald Trump spricht zu Reportern im Oval Office des Weißen Hauses in Washington. Foto: Uncredited/Pool via AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit Bombardierung, „wie sie sie noch nie gesehen haben“.

Uncredited/Pool via AP/dpa
  • Trump droht Iran mit Bombardierungen, falls Teheran Atomabkommen nicht zustimmt.
  • USA und Israel wollen verhindern, dass Iran Atomwaffen entwickelt.
  • Trump erwägt sekundäre Zölle gegen Länder, die Iran Öl abkaufen.
  • Iran beschleunigt Herstellung von beinahe atomwaffentauglichem Uran.
  • Iran fordert USA auf, Fehlverhalten zu korrigieren und Vertrauen aufzubauen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einem massiven Militäreinsatz gedroht. Sollte Teheran einem Abkommen zur Begrenzung seines Atomprogramms nicht zustimmen „wird es Bombardierungen geben, und zwar Bombardierungen, wie sie sie noch nie gesehen haben“, sagte Trump in einem NBC-Interview.

Die US-Regierung und andere westliche Staaten einschließlich Israel wollen verhindern, dass die von schiitischen Geistlichen beherrschte Islamische Republik Iran eigene Atomwaffen entwickelt. In seiner ersten Amtszeit war Trump 2018 allerdings einseitig aus dem sogenannten Wiener Atompakt ausgestiegen, der Irans Nuklearprogramm einschränken und im Gegenzug Sanktionen aufheben sollte. Danach hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Auflagen des Abkommens.

Iran rügt „Fehlverhalten“ der USA

Trump kündigte zugleich an, dass er als Druckmittel auch sogenannte sekundäre Zölle erwäge. Diese US-Zölle würden Länder treffen, die dem Iran etwa Öl abkaufen.

Zuvor hatte der iranische Präsident Massud Peseschkian direkte Verhandlungen mit der Regierung Trumps erneut abgelehnt. Man sei aber offen für indirekte Gespräche, sagte er in Teheran. Die USA müssten zunächst ihr „Fehlverhalten“ der Vergangenheit korrigieren und eine neue Vertrauensbasis schaffen, so der Präsident laut Nachrichtenagentur Isna.

Herstellung von beinahe atomwaffentauglichem Uran

Ende Februar hatte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien berichtet, dass der Iran die Herstellung von beinahe atomwaffentauglichem Uran in den vergangenen Monaten stark beschleunigt hat - trotz vorangegangener Gespräche über eine Begrenzung der Produktion. IAEA-Chef Rafael Grossi wies darauf hin, dass der Iran der einzige Staat ohne Atomwaffen sei, der solches Material herstelle. Die „signifikant gestiegene Produktion und Anhäufung“ von 60-prozentigem Uran gebe „Anlass zu ernster Sorge“.

Mit Material von DPA.