Steigende Gefahr: Drohnenabwehrzentrum geht an den Start

Eine Drohne der Bundespolizei und eine abgefangene Drohne im Netz bei einer Präsentation der Bundespolizei zur Drohnenabwehr. Im Fokus der Innenministerkonferenz (IMK) stehen unter anderem Themen wie Detektion und Abwehr von Drohnen, Hybride Bedrohungen und die Einführung des neuen europäischen Asylsystems (GEAS).
Sina Schuldt/dpa- Gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern startet am 17.12.2025 in Berlin.
- Fokus auf Schutz von Flughäfen, Bundeswehr-Standorten und Energieversorgern vor Drohnen.
- Drohnensichtungen in Deutschland stark gestiegen seit Beginn des Ukraine-Kriegs.
- Nachfrage nach Drohnenabwehrsystemen bei deutschen Herstellern deutlich erhöht.
- Politik plant Anpassung der Drohnengesetzgebung für besseren Schutz und klare Regeln.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Um ein aktuelles bundesweites Lagebild zu erstellen und Abwehrmaßnahmen abzustimmen, eröffnen Vertreter von Bund und Ländern am Mittwoch (17.12 2025) in Berlin ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum. In dem neuen Zentrum, das bei der Bundespolizei angesiedelt ist, sollen Vertreter der Sicherheitsbehörden, der Bundeswehr und der Nachrichtendienste mit am Tisch sitzen.
Bei der Drohnenabwehr stehen vor allem Flughäfen, Bundeswehr-Standorte und Energieversorger im Fokus. Nach Angaben der Bundesregierung haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine stark zugenommen. Es geht um die Verhinderung von Spionage, Sabotage, Störungen des Luftverkehrs und die Abwehr etwaiger Angriffe.
Gestiegene Nachfrage nach Abwehr-Systemen
Die deutschen Hersteller von Systemen zur Erkennung und Abwehr von unbemannten Flugkörpern haben nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) zuletzt eine spürbar höhere Nachfrage verzeichnet. Demnach gaben 55 Prozent der vom Verband befragten Mitgliedsunternehmen an, in den vergangenen Wochen konkrete Anfragen von mindestens einem zivilen Sicherheitsakteur erhalten zu haben. 66 Prozent der Firmen berichteten von Anfragen der Bundeswehr.
„Die Politik hat die wachsende Gefahr durch illegale Drohnenflüge erkannt und kommt jetzt ins Handeln“, sagt BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn. Die notwendige Technologie zur Erkennung und Abwehr von Drohnen sei bei deutschen Drohnenherstellern längst vorhanden. Notwendig sei nun „eine Weiterentwicklung der Drohnengesetzgebung, damit in Deutschland Klarheit darüber herrscht, wie Drohnen von unseren Sicherheitsbehörden eingesetzt werden dürfen und wie ein wirksamer Schutz gegen Drohnen erfolgen kann“.
