Sorge an der Nato-Ostflanke: Russland und Belarus starten Großmanöver nahe EU-Grenze

Das vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums veröffentlichte Foto zeigt das Gelände der gemeinsamen strategischen Übung "Sapad-2021" (West-2021) der Streitkräfte von Russland und Belarus auf dem Truppenübungsplatz Mulino in der Region Nischni Nowgorod.
Vadim Savitskiy/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa- Russland und Belarus starten am 12.09.2025 das Großmanöver Sapad 2025 nahe der EU-Grenze.
- Teilnahme von 13.000 Soldaten in Belarus und 30.000 auf russischem Gebiet erwartet.
- Polen reagiert mit Grenzschließung und Luftraumsperrung zu Belarus und Lettland.
- Übungen beinhalten Training mit Atomwaffen und nuklearfähigen Raketen aus Russland.
- Deutschland verstärkt Nato-Ostflanken-Schutz, Polen besorgt wegen russischer Drohnen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In unmittelbarer Nähe zu EU und Nato beginnen Russland und sein Verbündeter Belarus am Freitag (12.09.2025) ihr großangelegtes strategisches Manöver Sapad 2025 (Westen 2025). Die Übung bis zum 16. September findet in beiden Ländern statt. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, erwartet die Beteiligung von 13.000 Soldaten in Belarus und weiteren 30.000 auf russischem Gebiet.
Die große Militärübung Sapad findet alle vier Jahre statt. Dabei nutzte Russland die vorhergehende Übung Sapad 2021, um Waffen und schweres Gerät zu verlegen für den Angriff auf die Ukraine im Februar 2022.
Nachbar Polen ist besorgt
In der gespannten Lage wegen des andauernden Krieges ist der Anrainer Polen besorgt und hat für die Zeit des Manövers seine Grenze zu Belarus geschlossen. Auch der grenznahe Luftraum Polens und Lettlands ist gesperrt. Wegen des Eindringens russischer Drohnen nach Polen am Mittwoch hat sich der Konflikt zwischen Russland und der Nato weiter zugespitzt. Deutschland verstärkte am Donnerstag seine Beteiligung am Schutz der Nato-Ostgrenze. Die Überwachung des Luftraums über Polen durch deutsche Kampfjets wird verlängert und ausgeweitet, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius mitteilte.
Das belarussische Militär hatte schon im Mai mitgeteilt, dass einige geplante Übungsteile gestrichen und andere tiefer ins Landesinnere verlegt werden sollen. Verteidigungsminister Viktor Chrenin bestätigte aber, dass für den Einsatz von Atomwaffen und der neuen nuklearfähigen Mittelstreckenrakete Oreschnik aus Russland trainiert werde.
Moskau und Minsk haben sich ihrerseits besorgt gezeigt wegen eines großen Manövers in Polen Anfang September mit etwa 30.000 Soldaten.

