Russland im Zentrum
: Außenminister Wadephul besucht Lettland und Schweden

Russlands Schattenflotte, Cyberangriffe und zerstörte Kabel: Bei Wadephuls Reise nach Riga und Stockholm geht es um die Sicherheit im Ostseeraum.
Von
dpa
Berlin
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Der Außenminister Johann Wadephul (CDU), und die Außenministerin Lettlands, Baiba Braže bei der Kiel Security Conference 2025.

Georg Wendt/dpa
  • Außenminister Wadephul besucht Lettland und Schweden, Fokus auf Sicherheit im Ostseeraum.
  • Themen: Russlands Schattenflotte, Cyberangriffe und zerstörte Unterseekabel.
  • Gespräche über Unterstützung der Ukraine nach russischen Angriffen auf zivile Infrastruktur.
  • Treffen mit Präsident Rinkevics in Riga, Rede bei lettischer Botschafterkonferenz.
  • Schweden seit 2024 Nato-Mitglied nach 200 Jahren militärischer Blockfreiheit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Außenminister Johann Wadephul besucht vor dem Hintergrund andauernder hybrider Bedrohungen durch Russland an diesem Montag die Nato- und EU-Partner Lettland und Schweden. Im Mittelpunkt der Gespräche dort soll nach Angaben eines Sprechers des Auswärtigen Amts in Berlin die Sicherheit im Ostseeraum stehen. Dort versucht Moskau auch, mit Hilfe von oft maroden Öltankern - der sogenannten Schattenflotte -Sanktionen zu umgehen. 

Unter hybriden Bedrohungen werden eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln verstanden, mit der auch die öffentliche Meinung beeinflusst werden kann. Moskau zugeschriebene staatlich gelenkte Cyberattacken und die Zerstörung von Unterseekabeln zählen ebenfalls dazu. In Lettland und Schweden soll es auch um die Ukraine sowie die Unterstützung für das Land angesichts der andauernden schweren russischen Luftangriffe auf zivile Infrastruktur gehen.

Schweden nach mehr als 200 Jahren Blockfreiheit seit 2024 in Nato 

In der lettischen Hauptstadt Riga sind ein Treffen Wadephuls mit Präsident Edgars Rinkevics, eine Rede bei der lettischen Botschafterkonferenz sowie ein Gespräch mit seiner Kollegin Baiba Braze vorgesehen. Am Nachmittag will sich der Bundesaußenminister in der schwedischen Hauptstadt Stockholm mit seiner Amtskollegin Maria Stenergard treffen. 

Schweden war im März 2024 nach rund 200 Jahren der militärischen Blockfreiheit der Nato beigetreten. Das Land hatte die Mitgliedschaft im Mai 2022 unter dem Eindruck des russischen Einmarsches in die Ukraine beantragt. Damals hatte es gehofft, schon im darauffolgenden Sommer beitreten zu können. Die Bündnismitglieder Türkei und Ungarn hielten den Beitrittsprozess aber fast zwei Jahre auf.