Regierungswechsel in den USA
: Biden empfängt Trump im Weißen Haus: „Welcome back“

Donald Trump ist zurück im Weißen Haus. Der künftige wurde vom scheidenden US-Präsidenten im Oval Office empfangen. Gentleman Biden will seinen Nachfolger beim Regierungswechsel unterstützen.
Von
Peter DeThier
Washington
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Biden empfängt Trump im Weißen Haus

Noch-US-Präsident Joe Biden (rechts) empfängt seinen Nachfolger Donald Trump im Weißen Haus in Washington.

Evan Vucci/AP/dpa
  • Biden empfängt Trump im Weißen Haus und verspricht Unterstützung beim Regierungswechsel.
  • Trump bedankt sich und verspricht eine reibungslose Amtsübergabe.
  • Trump plant bereits seine neue Regierung, Elon Musk soll DOGE leiten.
  • Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, Republikaner haben Senatsmehrheit.
  • Trotz versöhnlicher Töne werden Turbulenzen erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vor vier Jahren hatte Donald Trump nicht nur seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl geleugnet. Auch weigerte er sich, wie es schon immer Tradition war, den Sieger Joe Biden im Weißen Haus zu empfangen. Größer hätte der Kontrast diesmal aber nicht sein können. Biden gab sich staatsmännisch und erwies sich trotz der wüsten Beleidigungen, mit denen ihn Trump während des Wahlkampfs überzogen hatte, als Gentleman.

Im Hintergrund brannte das Feuer im Kamin des Oval Office. Davor saßen der alte und neue Präsident, dann sprach der Amtsinhaber Joe Biden Worte, die sein Vorgänger - und nun Nachfolger - Donald Trump, niemals über die Lippen gebracht hätte: „Welcome back!“, sagte Biden, während sich die beiden Politiker die Hand drückten. Für den Regierungswechsel „werden wir alles tun, um euch entgegenzukommen.“ Trump bedankte sich. „Ich weiß das zu schätzen“. Dann fügte er eine Beobachtung hinzu, die nach dem schmutzigsten Wahlkampf in der Geschichte wie eine Untertreibung klang. „Politik ist ein zähes Geschäft, oft ist das keine sehr schöne Welt. Aber heute ist das eine sehr schöne Welt“, sagte ein sichtlich entspannter Trump. Dann versprach der Republikaner „eine Amtsübergabe, die so glatt sein wird, dass sie glatter nicht sein könnte“.

Freundschaftlich anmutende Szene im Weißen Haus

Dabei waren die Bilder an Ironie nicht zu übertreffen. Schließlich spielte sich die versöhnliche, geradezu freundschaftlich anmutende Szene in genau jenem Raum ab, in dem Trump im Januar 2021 auf einem Bildschirm den gewalttätigen Aufstand im US-Kapitol verfolgte. Und sich mehrere Stunden lang weigerte, die Nationalgarde zu mobilisieren oder seine Anhänger zurückzupfeifen. Es ist zugleich das Büro, in dem Trump in 68 Tagen den ersten Tag seiner zweiten Amtszeit absolvieren und aller Voraussicht nach prompt „die größte Massendeportation in der Geschichte“ anordnen wird.

Vorbereitungen für „glatten Regierungswechsel“

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für den „glatten Regierungswechsel“ auf Hochtouren. Trump hat bereits Kandidaten für die Positionen des Außenministers, der Pentagon-Chefs, der Heimatschutzministerin und eines neuen Ministeriums für staatliche Verwaltungseffizienz (DOGE) ernannt. An der Spitze von DOGE soll kein Geringerer als der Milliardär Elon Musk sitzen, dessen Unternehmen von der Deregulierung, die Trump versprochen hat, erheblich profitieren könnten. Alle müssen noch vom Senat bestätigt werden, wo die Republikaner aber eine komfortable Mehrheit erobert haben. Keiner Bestätigung bedürfen hingegen Trumps künftige Stabschefin Susie Wiles, sein Nationaler Sicherheitsberater Mike Waltz und andere Berater im Weißen Haus. Eine Amtsübergabe also, die laut Trump „nicht glatter sein könnte“, in den kommenden zwei Monaten aber wohl dennoch von Turbulenzen und Überraschungen geprägt sein wird.