Es gehe um elf Objekte im gesamten Bundesgebiet, sagte Staatsanwalt Cyrill Klement im brandenburgischen Neuruppin am Dienstag. Ermittelt werde gegen „etwas mehr als elf Personen“ wegen Störung öffentlicher Betriebe. Geprüft werde aber auch der Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Zuerst hatte die „B.Z.“ berichtet.
Hintergrund sind laut Klement mehrere Attacken von Klimaaktivisten seit April auf Anlagen der Raffinerie PCK Schwedt. Dabei sei unter anderem die Ölzufuhr unterbrochen worden. In einigen Fällen sei es beim Versuch geblieben.

Durchsuchungen auch in Mannheim

Durchsuchungen gab es auch in Baden-Württemberg: Ermittler haben ein Objekt in Mannheim durchsucht. Nach Angaben des baden-württembergischen Innenministeriums vom Dienstag wird eine Person als Beschuldigter geführt. Ob es eine Festnahme gegeben habe, konnte ein Sprecher nicht sagen. Der Mannheimer Beschuldigte soll nach Informationen aus Sicherheitskreisen an mehreren Taten bundesweit beteiligt gewesen sein.
Die Gruppe „Letzte Generation“ hatte am Dienstagvormittag auf die Razzien bei sich aufmerksam gemacht. Demnach seien Geräte wie Laptops und Handys sowie Plakate beschlagnahmt worden. „Wir gehen davon aus, dass es sich um einen Einschüchterungsversuch handelt“, sagte Lilly Schubert, einer Sprecherin der Gruppe, dem Online-Portal T-Online. „Wir stehen mit Gesicht und Namen für das, was wir tun – wenn der Wunsch nach Informationen besteht, braucht es keine Hausdurchsuchung.“ Laut T-Online gab es neben Brandenburg unter anderem Durchsuchungen in Berlin, Leipzig, München und Nürnberg.