Österreicherin und Schweizerin entführt: Europäische Geiseln im Niger freigelassen

Zwei Europäerinnen sind im Niger entführt worden, mittlerweile sind sie wieder frei. (Symbolbild)
Kristin Palitza/dpa- Zwei Europäerinnen nach Entführung in Niger wieder frei – Österreich und Schweiz bestätigen dies.
- Außenministerien berichten: Der Österreicherin und der Schweizerin geht es den Umständen entsprechend gut.
- Beide lebten seit Jahren in Niger und engagierten sich in Bildungs- und Entwicklungsprojekten.
- Entführer gaben die Frauen laut Sicherheitskreisen in Mali an IS-Dschihadisten weiter.
- Libyen meldet: Freilassung durch Eingreifen von Saddam Haftar der Libyschen Nationalarmee ermöglicht.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Nach ihrer Entführung im Niger sind eine Österreicherin und eine Schweizerin wieder frei. Das teilten die jeweiligen Außenministerien mit. Für die Geisel und ihre Familie sei diese Zeit eine unvorstellbare Belastung gewesen, teilte die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger mit. Nach einem Telefonat mit der Freigelassenen habe sie einen positiven Eindruck. „Es scheint ihr so weit gutzugehen und ich bin sehr beeindruckt von dieser starken Frau“, sagte Meinl-Reisinger.
Der Schweizerin geht es nach Angaben des Außenministeriums „den Umständen entsprechend gut“. Sie sei bereits auf der Reise in die Schweiz. Außenminister Ignazio Cassis dankte „allen involvierten Stellen“ für die Bemühungen um die Freilassung, ohne einzelne zu nennen.
Frauen lebten seit Jahren im Niger
Die Österreicherin war im Januar 2025 aus ihrem Haus in der nigrischen Wüstenstadt Agadez verschleppt worden, die Schweizerin im April 2025 ebenfalls aus ihrem dortigen Zuhause. Beide Frauen hatten seit vielen Jahren in dem westafrikanischen Land gelebt und sich unter anderem in Bildungs- und Entwicklungsprojekten engagiert.
Sicherheitskreisen zufolge sollen Mittelsmänner die Frauen entführt und anschließend im benachbarten Mali an Dschihadisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Sahelzone übergeben haben.
Die Freilassung sei durch das Eingreifen von Saddam Haftar, dem stellvertretenden Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalarmee (LNA), ermöglicht worden, hieß es aus Libyen. Das Dreiländereck der Sahel-Staaten Mali, Burkina Faso und Niger gilt wegen der Ausbreitung islamistischer Terrorgruppen als eine der gefährlichsten Regionen der Welt.