Krieg in Nahost
: Hisbollah: Bisher 320 Raketen auf Israel abgefeuert

Knapp einen Monat hat die Hisbollah nach der Tötung ihres Militärkommandeurs Fuad Schukr verstreichen lassen. Jetzt beginnt sie ihren Vergeltungsangriff.
Von
dpa
Beirut/Tel Aviv
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Nahostkonflikt - Libanon: GRAFIK - 16.08.2024, Libanon, Qliyaa: Starke Rauchschwaden sind auf Feldern im südlichen libanesischen Grenzdorf vor der israelischen Siedlung Metulla zu sehen. Der Beschuss zwischen Israel und der Hisbollah geht unvermindert weiter. (zu dpa: «Israels Armee: Hisbollah bereitet Angriff auf Israel vor») Foto: Marwan Naamani/ZUMA Press Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Beschuss zwischen Israel und der Hisbollah geht unvermindert weiter.

Marwan Naamani/ZUMA Press Wire/dpa

Die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon hat zu Beginn ihres Vergeltungsangriffs für die Tötung eines ranghohen Militärkommandeurs nach eigenen Angaben Hunderte Raketen auf Israel abgefeuert. Die Miliz habe mehr als 320 Raketen des Typs Katjuscha unter anderem auf israelische Militärstützpunkte abgefeuert, teilte die Hisbollah mit. Sicherheitskreise sprachen zunächst von mehr als 100 Raketen, die die Hisbollah auf den Norden Israels gefeuert habe. 

Die Hisbollah teilte mit, die „erste Phase“ ihres Angriffs sei damit abgeschlossen. Bis zu dessen Ende werde „einige Zeit“ vergehen. Die Angaben der Miliz zur Zahl der aus Israel abgefeuerten Geschosse ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Der Hisbollah-Kommandeur Fuad Schukr war vor knapp einem Monat in der Hauptstadt Beirut bei einem israelischen Angriff getötet worden.

Nahostkonflikt - Israel: 25.08.2024, Israel, ---: Ein israelischer Apache-Hubschrauber fliegt über Israel. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein israelischer Apache-Hubschrauber fliegt über Israel.

Ariel Schalit/AP/dpa

Mindestens 40 Ziele im Südlibanon angegriffen

Unterdessen griff Israels Militär nach eigenen Angaben Dutzende Hisbollah-Stellungen im südlichen Libanon an. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, Israel habe mindestens 40 Ziele im Südlibanon angegriffen. Nach mehr als einer Stunde des Bombardements schien sich die Lage aber beruhigt zu haben, hieß es weiter.

Israelische Kampfflugzeuge griffen in mehreren Gegenden des Libanons an. Sie hätten dabei unter anderem Strom- und Wasseranlagen getroffen, berichteten die staatliche Nachrichtenagentur NNA und Sicherheitskreise. Sie flogen unter anderem nahe der Küstenstadt Tyros im Süden und griffen in mehreren Dörfern im Süden des Landes an. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt.