Nahost: Berichte: Siedler setzen Moschee im Westjordanland in Brand

Israelische Siedler im Westjordanland.
Maya Alleruzzo/AP/dpa- Berichte: Siedler sollen Moschee im Dorf Michmas nördlich von Jerusalem angezündet haben.
- Aufnahmen zeigen Schäden am Eingang der Moschee – ein Auto brannte vollständig aus.
- Das israelische Militär prüft den Vorfall. Zunächst gab es keine Meldungen über Verletzte.
- Seit dem 7. Oktober 2023 eskaliert die Lage im Westjordanland, Gewalt von Siedlern nimmt zu.
- Laut palästinensischem Gesundheitsministerium starben dort seither mehr als 1.100 Palästinenser.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im besetzten Westjordanland sollen israelische Siedler Berichten zufolge eine Moschee in Brand gesetzt haben. In palästinensischen und israelischen Medien veröffentlichte Aufnahmen zeigten Schäden am Eingang des Gotteshauses im Ort Michmas nördlich von Jerusalem. Das israelische Militär erklärte, die Angelegenheit werde geprüft.
Unter anderem die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, dass auch ein angezündetes Auto vollständig niedergebrannt sei. Demnach waren in der Nacht Dutzende Siedler in das palästinensische Dorf Michmas eingedrungen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.
Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg nochmals zugespitzt. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden im Westjordanland seitdem mehr als 1.100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen oder eigenen Anschlägen getötet. Zugleich hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser stark zugenommen. Dem israelischen Militär wird dabei immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug dagegen vorzugehen.