Nachfolge von Steinmeier: Viel Lob für Aigner als mögliche Bundespräsidentenkandidatin

Ilse Aigner ist als mögliche künftige Bundespräsidentin im Gespräch.
Sven Hoppe/dpa- CSU-Chef Söder unterstützt Ilse Aigner als mögliche Bundespräsidentenkandidatin.
- Die Wahl der Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier ist am 30. Januar kommenden Jahres.
- Aus CSU, CDU und SPD kommt viel Lob für Aigner – sie gilt als verbindend und geeignet.
- SPD-Chef Klingbeil will eine Frau im Amt, Namen sollen später gemeinsam beraten werden.
- CDU/CSU wollen über den Sommer einen Personalvorschlag erarbeiten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Neun Monate vor der Wahl des nächsten deutschen Staatsoberhaupts hat CSU-Chef Markus Söder die Kandidatendebatte mit einem Vorstoß zugunsten seiner Parteifreundin Ilse Aigner befeuert. „Die Union wird nach dem Sommer einen Vorschlag machen. Wenn Ilse Aigner möchte, hat sie meine volle Sympathie und Unterstützung“, sagte der bayerische Ministerpräsident dem „Münchner Merkur“ und „tz“. Aigner äußerte sich dazu nicht, erhielt aber viel Zustimmung - auch aus anderen Parteien.
Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar kommenden Jahres gewählt. Er selbst kann nicht mehr antreten. Aus der CSU kam nach Söders Vorpreschen einhellig Unterstützung für die bayerische Landtagspräsidentin.
„Ilse Aigner ist eine sehr gute Kandidatin, der ich es zutraue, das Amt des Staatsoberhauptes mit Klugheit und Wärme auszufüllen“, sagte der CSU-Ehrenvorsitzende Theo Waigel der „Augsburger Allgemeinen“. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) sagte dem Deutschlandfunk, Aigner habe immer gezeigt, „dass sie ein sehr, sehr verbindendes Wesen hat und dadurch eine sehr, sehr hohe Wertschätzung und eine sehr hohe Anerkennung hat“.
Auch SPD-Politiker äußern Wertschätzung für Aigner
Wertschätzend äußerte sich auch der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil. Er wies aber zugleich auf das in der Koalition vereinbarte Verfahren hin. „Ich schätze Ilse Aigner sehr“, sagte der Vizekanzler. Sie sei eine Brückenbauerin. „Ich finde, es ist jetzt an der Zeit, dass es eine Frau wird. Aber über Namen werde ich heute nicht spekulieren.“ Mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) sei verabredet, „dass wir zum richtigen Zeitpunkt darüber reden werden, ob es einen gemeinsamen Vorschlag gibt“. Sein Wunsch sei dies.
Zuvor hatte bereits Ex-Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dem Berliner „Tagesspiegel“ gesagt: „Sie ist eine kluge und verantwortungsbewusste Demokratin und wäre mit Sicherheit eine geeignete Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin.“
Aigner „vereint alle erforderlichen Qualitäten“
Auch aus der CDU kamen positive Reaktionen. „Sie vereint genau jene Qualitäten, die dieses Amt erfordert. Sollte sie sich zur Wahl stellen, gilt ihr meine Unterstützung - klar und aus voller Überzeugung“ sagte Sepp Müller (CDU), Vizechef der Unionsfraktion im Bundestag, dem Nachrichtenportal „t-online“. Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Steffen Bilger, sagte dort, er begrüße jeden geeigneten Vorschlag. „CDU und CSU werden über den Sommer einen Personalvorschlag erarbeiten.“
