Nach Demo zur Münchner Sicherheitskonferenz
: Deutscher Botschafter in Teheran einbestellt

Am Wochenende demonstrierten rund 250.000 Menschen in München gegen Irans Führung. Nun folgt eine Reaktion aus Teheran.
Von
dpa
Teheran
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Demonstrationen für Freiheit im Iran: ARCHIV - 07.02.2026, Hessen, Frankfurt/Main: Mehrere tausend Menschen beteiligen sich in der Innenstadt von Frankfurt an einer Demonstration gegen die Regierung in Teheran und Solidarität mit dem Volksaufstand im Iran. (zu dpa: «Immer mehr Demos und Versammlungen in Hessen») Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In den vergangenen Tagen kam es in mehreren deutschen Städten zu Demonstrationen gegen die Regierung in Teheran.

Boris Roessler/dpa
  • Iran bestellt designierten deutschen Botschafter Axel Dittmann ein.
  • Begründung: „antiiranische Aktivitäten“ und „destruktive“ Positionen in Deutschland.
  • Auslöser: Demo in München mit rund 250.000 Teilnehmern gegen Irans Führung.
  • Solidarität deutscher Politiker: u. a. Strack-Zimmermann und Armin Laschet.
  • Reza Pahlavi rief zum Aktionstag auf; HRANA: über 7.000 Tote bei Protesten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Iran hat nach eigenen Angaben aus Protest den designierten deutschen Botschafter einbestellt. Grund dafür seien „antiiranische Aktivitäten“ in Deutschland und „destruktive“ Positionen deutscher Politiker, berichtete der staatliche Rundfunk. Bei einem Gespräch im Außenministerium in Teheran wurde Axel Dittmann demnach der Protest der iranischen Regierung übermittelt. Wann das Treffen stattfand, war zunächst unklar. Eine Stellungnahme des Auswärtigen Amtes lag zunächst nicht vor.

Hintergrund dürfte vor allem die Großdemonstration gegen Irans Führung sein, an der am Samstag in München rund 250.000 Menschen teilgenommen hatten - so viele wie nie zuvor bei einer Iran-Demo in Deutschland. Mehrere deutsche Politiker zeigten sich solidarisch mit der Protestbewegung, darunter Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet.

Zu dem Aktionstag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz hatte Reza Pahlavi aufgerufen, der seit Jahrzehnten im Exil lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien. Er gilt inzwischen als eine der zentralen Oppositionsfiguren im Ausland.

Anfang Januar hatte Irans Sicherheitsapparat Massenproteste im Land brutal niedergeschlagen. Nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA kamen dabei mehr als 7.000 Menschen ums Leben. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kritisierte die iranische Führung scharf.