Nach Ausschreitungen in Frankreich: Auswärtiges Amt ruft Deutsche in Frankreich zu „umsichtigem“ Verhalten auf

Außernminister Johann Wadephul (CDU). Das Auswärtige Amt rät Deutschen in Frankreich, Demonstrationen möglichst zu meiden (Archivfoto).
Carsten Koall/dpa- Auswärtiges Amt warnt nach Ausschreitungen in Frankreich vor weiteren Protesten und Gewalt.
- Deutsche sollen Menschenansammlungen meiden und sich umsichtig verhalten.
- Befolgen Sie Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte – sonst drohen Bußgelder und Ersatz.
- Hintergrund: landesweit kam es zu Plünderungen, Bränden und Straßenschlachten.
- An dem Protesttag nahmen laut Regierung rund 550.000, laut Organisatoren 800.000 Menschen teil.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich hat das Auswärtige Amt deutsche Staatsbürger im Nachbarland zu „umsichtigem“ Verhalten aufgerufen. „Weitere Demonstrationen und gegebenenfalls Ausschreitungen in den kommenden Tagen sind nicht auszuschließen“, hieß es am Sonntagabend in aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen des Bundesaußenministeriums für Frankreich. „Verhalten Sie sich umsichtig und meiden Sie Demonstrationen, wenn möglich.“
Deutsche Staatsbürger sollten „Anweisungen der lokalen Sicherheits- und Ordnungskräfte“ unbedingt folgen, hieß es weiter. „Beachten Sie, dass aufgrund von neuen Gesetzesänderungen Geldbußen und Schadensersatzforderungen drohen, wenn man sich nach Aufforderung nicht von ungenehmigten und gewalttätigen Demonstrationen entfernt.“
In ganz Frankreich war es am Samstag zu massiver Gewalt gekommen. Geschäfte wurden geplündert, Gebäude und Fahrzeuge gingen in Flammen auf, Demonstranten lieferten sich erbitterte Straßenschlachten mit der Polizei.
Zu der Gewalt kam es am Rande eines Protesttages gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem. An den Aktionen nahmen landesweit nach Regierungsangaben rund 550.000 Menschen teil, die Organisatoren sprachen von rund 800.000 Demonstranten.

Die Demonstrationen in Frankreich sind eskaliert. Das wird Auswirkungen auf die Präsidentschaftswahlen haben, kommentiert Christian Gottschalk.