Nach Angriff auf Venezuela
: Was hat Trump über Grönland gesagt?

Lesen Sie hier, wie sich US-Präsident Donald Trump nach der Militäraktion in Venezuela zu Grönland geäußert hat.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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US-Präsident Trump: 04.01.2026, USA, Gemeinsamer Stützpunkt Andrews: US-Präsident Donald Trump spricht mit Reportern während des Fluges in der Air Force One auf dem Rückflug zur Joint Base Andrews, Washington. Foto: Alex Brandon/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

US-Präsident Trump: 04.01.2026, USA, Gemeinsamer Stützpunkt Andrews: US-Präsident Donald Trump spricht mit Reportern während des Fluges in der Air Force One auf dem Rückflug zur Joint Base Andrews, Washington. Foto: Alex Brandon/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Alex Brandon/AP/dpa

Am 3. Januar 2026 nahmen US-Spezialkräfte den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas fest und flogen ihn für einen Prozess nach New York. Trump kündigte daraufhin an, dass die USA Venezuela vorerst „führen“ werden, um die Ordnung wiederherzustellen. Dabei betonte er, dass die US-Ölkonzerne die marode Infrastruktur des Landes für Milliarden Dollar wiederaufbauen werden, wobei die Kosten durch venezolanisches Öl gedeckt werden sollen.

Auf dem Rückflug von Florida nach Washington am Sonntag wurde Trump von Journalisten gefragt, ob die Ereignisse in Venezuela ein Vorbote für Grönland seien. Er machte deutlich, dass Grönland für ihn kein bloßer Wunsch, sondern eine Notwendigkeit der nationalen Sicherheit sei.

Trumps Aussagen im Wortlaut

Auf die Frage nach konkreten Aktionen gegen Grönland antwortete Trump: „Ich möchte jetzt nicht über Grönland sprechen. Lassen Sie uns über Venezuela, Russland, die Ukraine sprechen, und wir werden uns in etwa zwei Monaten um Grönland kümmern. Lassen Sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen.

Trotz der angekündigten Vertagung legte er zur Begründung nach: „Wir brauchen Grönland aus einer Situation der nationalen Sicherheit heraus. Es ist momentan so strategisch. Grönland ist überall voll mit russischen und chinesischen Schiffen. Wir brauchen Grönland vom Standpunkt der nationalen Sicherheit aus – und Dänemark wird nicht in der Lage sein, es zu tun.“

Spott über den NATO-Partner Dänemark

Trump kritisierte die Verteidigungsfähigkeit Dänemarks scharf und griff dabei zu einem spöttischen Vergleich: „Wissen Sie, was Dänemark kürzlich getan hat, um die Sicherheit in Grönland zu verstärken? Sie haben einen weiteren Hundeschlitten hinzugefügt. Es ist wahr. Sie dachten, das wäre ein großartiger Schachzug.

Die Aussagen lösten in Nordeuropa und bei der EU Entsetzen aus. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bezeichnete die Drohungen als „unsinnig“ und betonte, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe. Auch Schweden, Norwegen und Finnland erklärten ihre uneingeschränkte Solidarität mit Dänemark.