Migration nach Europa: Athen will Aufnahmezentren in Afrika – Berlin als Partner?

Ein beschlagnahmtes Schiff, das für den Transport von Migranten verwendet wurde, liegt im Hafen von Paliochora auf der Insel Kreta.
Giannis Angelakis/AP/dpa- Griechenland plant Rückführungszentren für Migranten außerhalb der EU, Deutschland könnte Partner sein.
- Gespräche mit sicheren afrikanischen Staaten zur Aufnahme von Migranten laufen bereits.
- Zwei Zentren-Typen geplant: unter EU-Kontrolle und in weniger sicheren Ländern wie Libyen.
- Ziel: Abschreckung und nachhaltige Reduzierung illegaler Migration.
- Details zu Standorten und Kapazitäten sollen in den kommenden Monaten folgen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Griechenland will Rückführungszentren für illegale Migranten außerhalb der Europäischen Union einrichten und sieht Berlin dabei als potenziellen Partner. Das kündigte der griechische Migrations- und Asylminister Thanos Plevris am Mittwoch im griechischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ERTnews an. Das Bundesinnenministerium sagte dazu auf Anfrage, dass man sich in einem Prozess befinde, um sogenannte Return Hubs errichten zu können. Derzeit werde auf europäischer Ebene eine umfassende Rechtsgrundlage geschaffen. Nähere Angaben zu Gesprächen mit anderen EU-Staaten oder Drittstaaten macht das Ministerium nicht.
Die Zentren sollen griechischen Angaben zufolge Migranten aufnehmen, die nicht in ihre Heimatländer zurückgeführt werden können. „Wir führen bereits Gespräche mit sicheren afrikanischen Staaten, die illegale Migranten aufnehmen könnten“, sagte Plevris. Deutschland habe eine „ernsthafte Initiative“ gestartet, Griechenland habe offiziell Interesse bekundet, teilte er weiter mit.
Zentren selbst in Libyen – „stark abschreckender Effekt“
Nach Angaben des Ministers sollen die Rückführungszentren zwei Kategorien umfassen. Die erste Kategorie seien sichere Einrichtungen unter EU-Kontrolle, in denen die afrikanischen Partnerländer unterstützend tätig würden. Die zweite Kategorie betreffe Länder, die als weniger sicher gelten, wie etwa Libyen, wo Migranten ebenfalls untergebracht werden könnten.
Die geplanten Rückführungszentren sollen nach Angaben von Plevris einen „stark abschreckenden Effekt“ haben und die illegale Migration nachhaltig reduzieren. Griechenland werde sich dabei eng mit Deutschland abstimmen, betonte der Minister. Die Gespräche mit afrikanischen Staaten seien bereits im Gange, Details zu Standorten und Kapazitäten sollen in den kommenden Monaten folgen.
