Mädchenleichen vergraben?
: Staatsanwaltschaft will erneut auf Epstein-Ranch ermitteln

Nach der Veröffentlichung unzähliger Epstein-Akten durch das US-Justizministerium meldet sich nun die Staatsanwaltschaft in New Mexico zu Wort. Worum geht es?
Von
dpa
New Mexico
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Epstein-Skandal - Jeffrey Epstein

In einer anonymen E-Mail aus dem Jahr 2019 an den damaligen Bürgermeisterkandidaten von Albuquerque, Eddy Aragon, wurde behauptet, dass zwei „ausländische Mädchen“ „auf Anordnung von Jeffrey und Madam G.“ in den Hügeln nahe der „Zorro“-Ranch vergraben worden sein sollen. (Symbolbild)

Jon Elswick/AP/dpa
  • New Mexico nimmt Ermittlungen zur Epstein-„Zorro“-Ranch wieder auf.
  • Anlass: Veröffentlichung versiegelter Epstein-Akten durch US-Justizministerium.
  • Staatsanwalt Raúl Torrez: Zugang zur ungeschwärzten Bundesakte wird beantragt.
  • Fokus: möglicher Missbrauch und Menschenhandel auf der Ranch.
  • Anonyme Mail 2019: Behauptung über vergrabene „ausländische Mädchen“ – keine Beweise.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Staatsanwaltschaft von New Mexico will strafrechtliche Ermittlungen zu möglichen illegalen Aktivitäten auf einer Ranch des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wieder aufnehmen. Diese waren ursprünglich 2019 auf Antrag der Staatsanwaltschaft des Southern Districts in New York eingestellt worden. Doch die Veröffentlichung zuvor versiegelter Epstein-Akten durch das US-Justizministerium „rechtfertigten eine erneute Prüfung“, teilte der Staatsanwalt des Bundesstaates, Raúl Torrez, auf X mit.

„Sonderermittler und Staatsanwälte des Justizministeriums von New Mexico werden umgehend Zugang zur vollständigen, ungeschwärzten Bundesakte beantragen“, kündigte Torrez an. Im Zentrum der Ermittlungen steht die „Zorro-Ranch“, die den Angaben nach Epstein gehört haben soll.

Anonyme Mail: Mädchenleichen vergraben

Medienberichten zufolge soll es dort zu sexuellem Missbrauch und Menschenhandel gekommen sein. Das „Time“-Magazin berichtete jüngst über zahlreiche Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Ranch, die in den Epstein-Akten zu finden sein sollen.

In einer anonymen E-Mail aus dem Jahr 2019 an den damaligen Bürgermeisterkandidaten von Albuquerque, Eddy Aragon, wurde demnach zudem behauptet, dass zwei „ausländische Mädchen“ „auf Anordnung von Jeffrey und Madam G.“ in den Hügeln nahe der Ranch vergraben worden sein sollen. Mit „Madam G.“ könnte hier Epsteins langjährige Vertraute Ghislaine Maxwell gemeint gewesen sein. Beweise für diese Vorwürfe gibt es bislang nicht.