Wieder einmal ermitteln die Behörden wegen sexuellem Missbrauch an Kindern. Zuletzt hat der aktuelle Fall in Wermelskirchen (NRW) für Entsetzen gesorgt. Ein 44-Jähriger soll als engagierter Babysitter mehrere Kinder missbraucht haben. Ermittelt wird auch gegen mehr als 70 weitere Personen, mit denen der Hauptverdächtige Bilder und Videos teilte. Die Spuren führen von Nordrhein-Westfalen aus auch nach Baden-Württemberg, berichtet der SWR.

Ermittlungen im Missbrauchsfall „Wermelskirchen“ führen nach Baden-Württemberg

Dem Bericht liegt eine eigene SWR-Recherche zugrunde, das Landesinnenministerium bestätigte dem Sender aber, dass die Staatsanwaltschaft Köln auch vier Verfahren nach Baden-Württemberg abgegeben hat. Konkret gehe es dabei um Verdachtsfälle in Freiburg, Pforzheim, Rottweil und Ellwangen. Im SWR-Bericht wird allerdings betont, dass jeder Fall ganz unterschiedlich zu bewerten sei.

Berlin

Gegen einen Mann aus Kreis Breisgau-Hochschwarzwald ermittle die Staatsanwaltschaft Freiburg, der als Kontaktperson zum Täter in Wermelskirchen gilt. Er steht unter Verdacht, selbst auch Kinder missbraucht zu haben und verbotenes Videomaterial zu besitzen, berichtet der SWR unter Berufung auf Martina Wilke, Erste Staatsanwältin und Pressesprecherin in Freiburg.
Auch in Rottweil wird wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material ermittelt. Weitere Angaben wollte die Staatsanwältin dem SWR aus „Gründen des Opfer- und Persönlichkeitsschutzes“ nicht nennen – so auch bei dem Fall in Freiburg, der sich bereits in der Abschlussphase befinde. In Pforzheim soll das Verfahren gegen Verdächtige wieder eingestellt worden sein. Denn der Tatverdächtige sei schon in einem anderen Verfahren wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt worden. Das treffe dem Sender zufolge auch auf das Verfahren in Ellwangen zu.