In diesem Jahr waren es Regierungsangaben aus Litauen zufolge mehr als 4000, wobei es im gesamten vergangenen Jahr keine 100 gewesen waren. Nach Erkenntnissen der EU wurde der Anstieg der Zahlen gezielt von der Regierung des Nachbarlandes herbeigeführt. So hatte der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko in der Vergangenheit offen damit gedroht, als Reaktion auf die gegen sein Land verhängten EU-Sanktionen Menschen aus anderen Ländern passieren zu lassen.
Die Situation in Afghanistan stand nach Angaben der Ratspräsidentschaft zunächst nicht auf der Agenda des Treffens. Mehrere EU-Staaten sehen jedoch Gesprächsbedarf über eine mögliche Fluchtbewegung aus dem Land, nachdem dort die militant-islamistischen Taliban die Macht übernommen haben.