„Lächerlich“: Präsident Trump äußert sich zu geplanter Musk-Partei

Trump findet die Idee einer neuen Musk-Partei „lächerlich“.
Jacquelyn Martin/AP/dpa- Trump nennt Musks Plan für eine neue Partei „lächerlich“ und warnt vor Verwirrung im System.
- Musk will mit der „America Party“ das Zweiparteiensystem der USA aufbrechen.
- Musk kritisiert Demokraten und Republikaner als ähnlich und schädlich für Amerika.
- Streit zwischen Trump und Musk eskaliert – nach enger Zusammenarbeit nun Fehde.
- US-Wahlsystem mit Mehrheitswahlrecht erschwert Erfolg neuer Parteien.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
US-Präsident Donald Trump hat den Vorstoß von Tech-Milliardär Elon Musk für eine neue Partei als „lächerlich“ bezeichnet. Er sagte auf dem Flughafen Bedminster vor Journalisten auf eine entsprechende Frage: „Ich denke, es ist lächerlich, eine dritte Partei zu gründen. Wir haben mit der Republikanischen Partei einen enormen Erfolg.“ Auf seiner Plattform Truth Social postete Trump außerdem, Musk sei völlig „entgleist“.
Trump: würde Verwirrung stiften
Trump spricht sich für das bestehende faktische Zweiparteiensystem aus Republikanern und Demokraten aus. Die Demokraten seien zwar vom Weg abgekommen, aber es sei schon immer ein Zweiparteiensystem gewesen. Eine dritte Partei würde zu „Verwirrung“ führen, sagte der Republikaner. Er könne „seinen Spaß damit haben“, aber es sei lächerlich, sagte Trump über Musk.
Tech-Milliardär Musk will in den USA eine neue Partei aufbauen - die America Party. Sein ausgewiesenes Ziel: das Zweiparteiensystem aufbrechen. Musk zeigte sich überzeugt, Demokraten und Republikaner seien sich politisch ähnlich und gemeinsam dabei, Amerika herunterzuwirtschaften. „Wenn es darum geht, das Land durch Verschwendung und Bestechung in den Bankrott zu treiben, dann leben wir in einem Einparteiensystem, nicht in einer Demokratie“, erklärte Musk seine Ambitionen für eine neue Partei.
Höhepunkt einer Fehde
Musks Vorstoß vom Samstag markiert einen vorläufigen Höhepunkt der Fehde zwischen Trump und dem Tech-Milliardär. Bis vor kurzem waren Trump und Musk noch enge Vertraute. Musk hatte Trumps Wahlkampf mit mehr als 250 Millionen Dollar unterstützt und wurde nach der Amtseinführung vorübergehend mit Kostensenkungen im Regierungsapparat beauftragt. Doch dann folgte Anfang Juni eine Schlammschlacht, entzündet an den von Musk strikt abgelehnten Plänen Trumps in der Haushaltspolitik.
De facto Zweiparteiensystem in den USA
Anders als in Deutschland, wo Koalitionen aus mehreren Parteien die Bundesregierung bilden und im Bundestag viele Parteien sitzen, bestimmen in den USA die derzeit regierenden Republikaner von Trump einerseits und die Demokraten andererseits die Politik.
Zwar existieren auch andere Parteien, aber de facto herrscht ein Zweiparteiensystem. Kleinere Parteien haben kaum eine Chance auf größeren politischen Erfolg - auch wegen des Mehrheitswahlrechts, bei denen jeweils nur der Sieger zum Zug kommt und Stimmen für andere Kandidaten verfallen. Die Frage ist, wie aussichtsreich Musks Pläne vor diesem Hintergrund sind.

Der Tech-Milliardär Elon Musk will nach seinem Zerwürfnis mit Präsident Donald Trump eine neue Partei gründen. Die Folgen wären weitreichend, auch für seine Unternehmen.