Krieg zwischen Israel und der Hamas: Zwei Deutsche dürfen aus Gaza ausreisen

Menschen begutachten die Schäden an der UNRWA-Klinik Sheikh Radwan al-Taba nach einem Bombardement der israelischen Armee. Die Klinik war vor dem Angriff evakuiert worden.
Jehad Alshrafi/AP/dpa- Zwei Deutsche konnten mit Angehörigen aus dem Gaza-Streifen ausreisen, Ziel ist Deutschland.
- Mindestens sieben Deutsche bleiben in der Geiselhaft der Hamas, Regierung setzt sich für Freilassung ein.
- Seit Jahresbeginn gelang 100 Deutschen und Angehörigen die Ausreise aus Gaza.
- Aktuell verbleiben nur noch wenige Deutsche im Gaza-Streifen, Regierung unterstützt weiterhin ihre Ausreise.
- Sicherheitsüberprüfungen und Visa-Verfahren sind Pflicht für ausreisende Familienangehörige ohne deutsche Staatsbürgerschaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zwei weitere Deutsche haben den weitgehend zerstörten Gaza-Streifen verlassen können. Sie wurden nach Angaben des Auswärtigen Amtes von zwei engen Familienangehörigen begleitet. Die Weiterfahrt erfolge per Bus durch Israel und das Westjordanland bis nach Jordanien, von wo aus ein Linienflug nach Deutschland geplant sei, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes mit. Die Ausreise sei in enger Abstimmung mit den israelischen Behörden erfolgt.
Die vier Personen gehören nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zu einer Gruppe westlicher Ausländer, denen die israelischen Behörden die Ausreise gestattet hat. Es handele sich um eine niedrige zweistellige Zahl an Menschen, unter ihnen Menschen aus Belgien, Frankreich, Italien und Schweden sowie aus Australien und Japan.
Nach Angaben des Auswärtigen Amtes werden die Deutschen und ihre Familienangehörigen von den deutschen Auslandsvertretungen in Ramallah und Amman konsularisch betreut. „Die Sicherheit deutscher Staatsangehöriger hat für uns oberste Priorität“, teilte die Sprecherin mit. Nach Kenntnis der Bundesregierung befinden sich nunmehr nur noch sehr wenige Deutsche mit ihren Familienangehörigen im Gaza-Streifen. Die Bundesregierung setze sich kontinuierlich auch für ihre Ausreise ein, sagte die Sprecherin.
Mindestens sieben Deutsche in der Gewalt der Hamas
Auch unter den verbliebenen Geiseln in dem Küstenstreifen in der Gewalt der Hamas sind noch Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit, und zwar mindestens sieben. Es wird davon ausgegangen, dass mindestens 20 der insgesamt 50 Geiseln noch am Leben sind.
„Mit größtem Einsatz setzt sich die Bundesregierung auch dafür ein, dass die Deutschen, die seit dem 7. Oktober 2023 in der Geiselhaft der Hamas sind, freikommen“, sagte die Sprecherin.
Schon fast 100 Deutsche aus Gaza ausgereist
Nach dpa-Informationen handelt es sich um die sechste Ausreise deutscher Staatsangehöriger und enger Familienangehöriger in diesem Jahr. Insgesamt ermöglichte die Bundesregierung seit Jahresbeginn fast 100 Deutschen und Familienangehörigen die Ausreise aus Gaza. Momentan hält sich noch eine niedrige einstellige Zahl von Deutschen in Gaza auf, die bisher nicht ausreisen konnten. Die deutsche Vertretung in Ramallah steht in Kontakt zu ihnen.
Alle Familienangehörigen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, mussten für die Ausreise das übliche Visumverfahren einschließlich einer Sicherheitsüberprüfung durchlaufen. Dieses beinhaltet auch eine Abfrage bei den deutschen Sicherheitsbehörden und die Zustimmung der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland. Nach Ankunft der Personen in Deutschland erfolgt erneut eine Kontrolle durch die Sicherheitsbehörden.

