Krieg in Nahost
: Merz kritisiert Israels Vorgehen in Gaza

International steht Israel wegen des Vorgehens in Gaza in der Kritik. Auch der Bundeskanzler äußert sich deutlich dazu. Er spricht von Grenzüberschreitung und Völkerrechtsverletzungen.
Von
dpa
Berlin
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt im Rahmen der Medienkonferenz Re:publica an einem Bühnengespräch beim Internationalen WDR Europaforum teil.

Michael Kappeler/dpa
  • Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert Israels Vorgehen im Gazastreifen.
  • Merz nennt die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung unverantwortlich.
  • Deutschland muss sich zurückhalten, außer bei Verletzungen des humanitären Völkerrechts.
  • Merz betont die Partnerschaft mit Israel, warnt aber vor unakzeptablem Handeln.
  • Auslöser des Konflikts war der Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das israelische Vorgehen im Gazastreifen deutlich kritisiert. „Die Zivilbevölkerung derart in Mitleidenschaft zu nehmen, wie das in den letzten Tagen immer mehr der Fall gewesen ist, lässt sich nicht mehr mit einem Kampf gegen den Terrorismus der Hamas begründen“, sagte Merz beim „WDR Europaforum 2025“ auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin.

Deutschland müsse sich mit öffentlichen Ratschlägen an Israel so weit zurückhalten, wie kein zweites Land auf der Welt, fügte er hinzu. „Aber wenn Grenzen überschritten werden, wo einfach das humanitäre Völkerrecht jetzt wirklich verletzt wird, dann muss auch Deutschland, dann muss auch der deutsche Bundeskanzler dazu etwas sagen.“

International Kritik an Israel und der Militäroffensive

Merz betonte die Partnerschaft zwischen Deutschland und Israel. „Aber die israelische Regierung darf nichts tun, was nun irgendwann ihre besten Freunde nicht mehr bereit sind, zu akzeptieren.“

Auslöser des Gaza-Kriegs war der Überfall der Hamas und anderer Terrororganisationen am 7. Oktober 2023 auf Israel. Wegen Israels neuer Militäroffensive im Gazastreifen sowie der inzwischen gelockerten Blockade von Hilfslieferungen für das Gebiet wurde das Land zuletzt international kritisiert.