Krieg in Gaza
: Israel will keinen Macron-Besuch ohne Kurswechsel Frankreichs

Frankreich will einen Staat Palästina anerkennen. In Israel stößt das auf scharfe Kritik. Staatspräsident Macron ist als Besucher derzeit offiziell unerwünscht.
Von
dpa
Tel Aviv
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Der französische Präsident Emmanuel Macron ist in Israel vorerst unerwünscht.

Philippe Magoni/AP Pool/dpa
  • Israel lehnt Macrons Besuch wegen Frankreichs Anerkennungsplänen für Palästina ab.
  • Außenminister Saar fordert Paris auf, den Vorstoß zur Palästina-Anerkennung zu überdenken.
  • Israel kritisiert Frankreichs Vorgehen als schädlich für Nahost-Stabilität und eigene Sicherheit.
  • Macron hatte im Juli angekündigt, Palästina als Staat anzuerkennen.
  • Auch Kanada und Australien planen, Palästina im September anzuerkennen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wegen der geplanten Anerkennung eines palästinensischen Staates durch Paris hat Israel einem möglichen Besuch von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron eine Absage erteilt. Außenminister Gideon Saar habe in einem Telefonat mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Noël Barrot gesagt, er sehe „keinen Raum“ für einen solchen Besuch, solange Frankreich an seinem Vorstoß festhalte, teilte sein Ministerium mit. Offizielle Pläne für einen möglichen Macron-Besuch in Israel waren nicht bekannt.

Mehrere Staaten wollen Palästina als Staat anerkennen

Saar habe in dem Gespräch gefordert, die Anerkennung eines Palästinenserstaats zu überdenken, hieß es weiter. Die französische Initiative untergrabe die Stabilität im Nahen Osten und schade Israels nationalen und sicherheitspolitischen Interessen, sagte Saar der Mitteilung zufolge. Er warf Frankreich vor, in jüngster Zeit „eine Reihe antiisraelischer Schritte und Positionen“ ergriffen zu haben.

Mehrere Staaten, darunter Frankreich, Kanada und Australien, wollen im September einen palästinensischen Staat anerkennen. Macrons hatte dies für sein Land im Juli angekündigt, die israelische Regierung von Regierungschef Benjamin Netanjahu verurteilte dies scharf.