Krieg in der Ukraine
: Selenskyj kündigt weitere Ukraine-Gespräche für Samstag an

Die ersten direkten Gesprächen zwischen Ukrainern und Russland seit Langem laufen nun unter US-Vermittlung in Abu Dhabi. Präsident Selenskyj sagt, was er davon erwartet.
Von
dpa
Abu Dhabi
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Der ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat weitere Gespräche angekündigt.

-/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpa
  • Direkte Gespräche zwischen Ukraine und Russland unter US-Vermittlung in Abu Dhabi gestartet.
  • Präsident Selenskyj kündigt weitere Verhandlungen für Samstag an, Ergebnisse noch offen.
  • Diskussion über Waffenstillstand, Pufferzonen und russische Bedingungen für Rückzug aus Donbass.
  • Russische Staatsmedien berichten von abgeschotteten Verhandlungen ohne Öffentlichkeit.
  • Delegationen beider Seiten durch hochrangige Vertreter geleitet, darunter Rustem Umjerow und Igor Kostjukow.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem Auftakt der ersten direkten Gespräche zwischen Ukrainern und Russen über eine Beendigung ihres Krieges hat Kiews Präsident Wolodymyr Selenskyj für diesen Samstag weitere Verhandlungen angekündigt. „Das ist wichtig, denn solche trilateralen Treffen gab es schon lange nicht mehr“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu dem Treffen in Abu Dhabi zu ziehen. Vor allem müsse Russland, das den Angriff begonnen habe, bereit sein, den Krieg zu beenden.

„Fast stündlich erhalte ich Berichte von den ukrainischen Vertretern - sie befinden sich derzeit in den Emiraten, wo heute ukrainische, amerikanische und russische Delegationen zu Gesprächen zusammengekommen sind“, sagte Selenskyj. Gesprochen werde über die Bedingungen für ein Ende des Krieges. Er stehe in ständigem Kontakt mit der Delegation unter Leitung von Chefunterhändler Rustem Umjerow, sagte Selenskyj.

Bei den Gesprächen geht es im Kern darum, ob die Ukraine sich auf die russische Bedingung für einen Waffenstillstand einlässt und sich aus dem noch von Kiew kontrollierten Teil in der ostukrainischen Industrieregion Donbass zurückzieht. 

Russische Staatsmedien berichten von abgeschotteten Gesprächen

Russische Staatsmedien berichteten von Verhandlungen unter kompletter Abschottung von der Öffentlichkeit. Den Beginn der Gespräche hatte das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gemeldet. Nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass, die sich auf Verhandlungskreise berief, ging es auch um die Schaffung von Pufferzonen für den Fall eines Waffenstillstandes.

Washington drängt die Gegner Russland und Ukraine seit Monaten zu einem Ende des Kriegs. Moskau erhebt unter anderem Anspruch auf das gesamte Gebiet Donezk, das es nur zu knapp 80 Prozent kontrolliert. Kiew lehnt einen freiwilligen Abzug ab. Das Gebiet Donezk und das benachbarte Gebiet Luhansk, das russische Truppen fast vollständig kontrollieren, werden als Donbass bezeichnet.

Geführt werden die Gespräche von ukrainischer Seite vom Sekretär des Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, und dem neuen Leiter des Präsidialamtes, Kyrylo Budanow. Russlands Präsident Wladimir Putin entsandte den Leiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, und andere Militärs.