Putin telefoniert mit Trump
: Keine komplette Waffenruhe, aber ein Bereich soll 30 Tage lang verschont bleiben

Der russische Präsident ist bereit, einen Monat lang auf Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur zu verzichten. Für eine komplette Waffenruhe stellt er weitere Bedingungen.
Von
afp
Washington
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Donald Trump und Wladimir Putin

Donald Trump und Wladimir Putin haben miteinander telefoniert.

Evan Vucci/AP/Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa
  • Putin und Trump telefonieren über den Ukraine-Krieg; 30-tägige Waffenruhe für Energieinfrastruktur vereinbart.
  • Putin fordert Waffenlieferungsstopp und Geheimdienstinformationseinstellung; umfassende Waffenruhe in Diskussion.
  • Austausch von 175 Kriegsgefangenen zwischen Russland und Ukraine am Mittwoch geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der russische Staatschef Wladimir Putin hat sich in seinem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump zu einer 30-tägigen Aussetzung von Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur bereit erklärt. Dies solle „sofort“ umgesetzt werden, erklärte der Kreml am Dienstag nach dem Gespräch der beiden Präsidenten.

Das Weiße Haus in Washington erklärte, Trump und Putin hätten sich auf eine „Energie- und Infrastruktur-Waffenruhe“ verständigt. Verhandlungen für eine weitergehende Waffenruhe sollten „umgehend im Nahen Osten beginnen.“ Es seien außerdem Verhandlungen über eine Waffenruhe im Schwarzen Meer geplant, die schließlich in einer vollständigen Einstellung der Kampfhandlungen münden solle.

Nach Kreml-Angaben gab Putin seinem Militär den Befehl zu einem Stopp der Angriffe auf ukrainische Energieanlagen. Es gab aber keine Angaben, ab wann dies gelten soll. Aus der Ukraine gab es dazu keine Reaktion. Der Kremlchef kündigte an, dass Russland und die Ukraine am Mittwoch je 175 Kriegsgefangene austauschen wollten. Außerdem entlasse Moskau als Geste guten Willens 23 schwer verletzte ukrainische Soldaten in die Heimat. Zu diesem Aspekt äußerte sich das Weiße Haus bislang nicht.

Putin stellt Bedingungen für Waffenruhe

Putin legte Trump nach Angaben des Kreml Bedingungen für eine Waffenruhe vor. So müssten Waffenlieferungen an die ukrainischen Streitkräfte sowie die Weitergabe von Geheimdienstinformationen eingestellt werden.

Grundsätzlich sei Putin bereit, mit den USA über „mögliche Wege“ hin zu einer Waffenruhe zu beraten, die „umfassend, stabil und von Dauer“ sein solle, erklärte die russische Präsidentschaft.

Trump schickt Sondergesandten nach Moskau

Vor dem Telefonat hatte Trump seinen Sondergesandten Steve Witkoff nach Moskau geschickt, wo sich dieser mehrere Stunden mit dem Kremlchef austauschte - unter anderem über den Vorschlag einer Waffenruhe. Einer Frage nach Putins Forderungen - darunter mutmaßlich die Kapitulation der ukrainischen Streitkräfte im russischen Gebiet Kursk, die internationale Anerkennung der von Russland annektierten Gebiete sowie ein Stopp westlicher Militärhilfen und ein Verbot ausländischer Friedenstruppen in der Ukraine - wich Witkoff nach seinem Moskau-Besuch jedoch aus. Inhaltliche Details gab er nicht preis.