Kommunalwahl 2026 in Bayern: Alternativen zum Wahl-O-Mat

Für Kommunalwahlen gibt es keinen Wahl-O-Mat.
Michael Brandt/dpaDie Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) erstellt für Kommunalwahlen in Deutschland grundsätzlich keinen Wahl-O-Mat. Der organisatorische und inhaltliche Aufwand wäre angesichts der Vielzahl an Gemeinden, Kandidierenden und lokalen Themen zu hoch. Dennoch stehen auch für die Wahlen in Bayern verschiedene digitale Wahlhilfen zur Verfügung.
VOTO als Wahlhilfe
Mit der Plattform VOTO können Städte und Gemeinden eigene digitale Wahlhilfen entwickeln. Das Angebot funktioniert ähnlich wie der Wahl-O-Mat, wird jedoch individuell vor Ort erstellt. Für die Kommunalwahl in Bayern haben unter anderem Nürnberg, Landshut, Fürth, Rosenheim und Passau entsprechende Tools veröffentlicht. Die Thesen orientieren sich an konkreten lokalen Themen – etwa Verkehr, Wohnungsbau oder Bildung. Nutzer können ihre Positionen angeben und erhalten am Ende eine Übersicht, wie stark ihre Ansichten mit denen der kandidierenden Parteien oder Listen übereinstimmen.
Der München-O-Mat
Speziell für die Landeshauptstadt wurde der München-O-Mat entwickelt. Er stammt vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und lehnt sich konzeptionell an den bekannten Wahl-O-Mat an. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Wähler in München und ist nicht auf andere Kommunen übertragbar. Insgesamt umfasst das Tool 35 Thesen zu kommunalpolitischen Themen. Nach der Beantwortung können Nutzer ihre Positionen mit denen der antretenden Parteien vergleichen und sich die inhaltlichen Unterschiede anzeigen lassen.
Aux-O-Mat für Augsburg
Auch in Augsburg gibt es ein vergleichbares Angebot. Der Aux-O-Mat wurde vom Stadtjugendring Augsburg (SJR) mit VOTO entwickelt. Das Tool enthält 30 Thesen zu lokalen Fragestellungen. Nach der Auswertung wird die prozentuale Übereinstimmung mit den Positionen der Parteien dargestellt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, im Detail nachzuvollziehen, wie einzelne Parteien bestimmte Fragen beantwortet haben.
Wahlcheck der Süddeutschen Zeitung
Ergänzend dazu bietet auch die Süddeutsche Zeitung eine eigene Wahlhilfe für die Kommunalwahl in München an. Das Redaktionsteam hat das Tool selbst entwickelt und 34 Thesen formuliert, die den Parteien vorgelegt wurden. Nutzer können ihre Antworten eingeben und anschließend sehen, mit welchen Parteien die größten inhaltlichen Schnittmengen bestehen.
