US-Wahlkampf
: So reagieren Politiker aus den USA und aller Welt auf Bidens Rückzug

Ob in den USA oder in anderen Ländern: Politiker reagieren schnell auf den Rückzug von Joe Biden. Eine der ersten Wortmeldungen kommt von Ex-US-Präsident Donald Trump.
Von
Andreas Clasen
Ulm
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  • Wahlkampf in den USA - Parteitag der Republikaner: 18.07.2024, USA, Milwaukee: Der republikanische Präsidentschaftskandidat und ehemalige US-Präsident Donald Trump spricht während des Republikanischen Nationalkongresses. Foto: J. Scott Applewhite/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Ex-US-Präsident Donald Trump: Der republikanische Präsidentschaftskandidat hat auf den Rückzug von Joe Biden aus dem Rennen um das Weiße Haus mit etlichen Anschuldigungen gegen den Demokraten reagiert. „Der korrupte Joe Biden war nicht in der Lage, für das Amt des Präsidenten zu kandidieren, und er ist sicherlich nicht in der Lage, das Amt zu bekleiden - und war es auch nie!“, schrieb der Ex-Präsident auf seiner Online-Plattform Truth Social.

    J. Scott Applewhite/AP/dpa
  • Moskau: Kreml und Moskwa City

    Kreml in Moskau: Der Kreml will die Lage in den USA „genau beobachten“. Kremlsprecher Dmitri Peskow erinnerte daran, dass Russlands Präsident Wladimir Putin Joe Biden als berechenbaren Kandidaten eingestuft habe, der für Russland vorzuziehen sei. Aber: „Die Wahl ist noch vier Monate entfernt, und das ist eine lange Zeit, in der sich viel ändern kann.“ sagte Peskow. „Wir müssen geduldig sein und genau beobachten, was als Nächstes passiert.“ Priorität für Russland habe, die Ziele des Kriegs gegen die Ukraine zu erreichen.

    Ulf Mauder/dpa
  • Marie Agnes Strack–Zimmermann: ARCHIV - 08.01.2024, Nordrhein-Westfalen, Köln: Marie Agnes Strack-Zimmermann, Spitzenkandidatin der FDP für die Europawahl, spricht bei der Jahrestagung des Deutschen Beamtenbundes (dbb) im Congress-Centrum der Koelnmesse. (zu dpa: «FDP-Politikerin Strack-Zimmermann diffamiert? - Verfahren eingestellt») Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Marie Agnes Strack–Zimmermann: Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmer sieht durch den Rückzug Bidens wieder Chancen für dessen Demokraten. „Noch können die Demokraten die Wahl für sich entscheiden“, sagte Strack-Zimmermann der „Rheinischen Post“.

    Rolf Vennenbernd/dpa
  • Norbert Röttgen: ARCHIV - 01.12.2023, Berlin: Norbert Röttgen, CDU-Bundestagsabgeordneter, spricht im Plenum des Bundestags. (zu dpa: «Deutsche Politiker zollen Biden Respekt für Rückzug») Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen schrieb auf X, Biden habe „seinen Fehler, erneut zu kandidieren, spät, aber nicht zu spät korrigiert.“ Auch das verdiene größten Respekt. „Die Demokratische Partei hat nun die Chance, den Wahlkampf noch einmal zu drehen.“

    Kay Nietfeld/dpa
  • ZDF-Sommerinterview mit Ricarda Lang in „Berlin direkt“

    Die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang erklärte auf X: „Joe Biden hat als Präsident seinem Land auf beeindruckende Art und Weise gedient. Und er tut es auch mit diesem Schritt. Mein größter Respekt!“.

    Sascha Baumann/ZDF/dpa
  • Michael Roth (SPD), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses: ARCHIV - 01.06.2024, Thüringen, Erfurt: Michael Roth (SPD), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, sitzt auf dem Deutschen Katholikentag in der Diskussion „Israelis, Palästinenser:innen und die deutsche Verantwortung“ im Theater Erfurt. In der Stadt wird der Katholikentag fortgesetzt. Zu dem fünftägigen Christentreffen werden 20.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet. Bis Sonntag sind rund 500 Veranstaltungen geplant. (zu dpa: «Außenpolitiker Roth: Kein Grund zur Entwarnung nach Wahl in Frankreich») Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), nannte Biden auf X in englischer Sprache einen „Präsidenten, dem wir in Europa und Deutschland viel zu verdanken haben“. „Das Ende ist tragisch und wird seinem Lebenswerk nicht gerecht.“ Roth, der selbst seinen Rückzug aus der Politik im kommenden Jahr angekündigt hatte, schrieb weiter, „es scheint in der Politik nicht leicht zu sein, den richtigen Moment zu finden, um Goodbye zu sagen“.

    Hendrik Schmidt/dpa
  • Wahlkampf in den USA - Biden in Harrisburg: 07.07.2024, USA, Harrisburg: US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden kommen nach einer Wahlkampfveranstaltung am Harrisburg International Airport in Harrisburg, Pennsylvania an. Foto: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Jill Biden hat den Rückzug ihres Ehemannes aus dem US-Präsidentschaftsrennen zunächst mit einem Emoji kommentiert. Die First Lady repostete über ihren privaten Account auf der Plattform X den entsprechenden Beitrag von US-Präsident Joe Biden mit zwei pinken Herzen.

    Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
  • Clintons stellen sich hinter Harris als Ersatzkandidatin: ARCHIV - 10.04.2024, USA, Washington: Der ehemalige Präsident Bill Clinton und die ehemalige Außenministerin Hillary Rodham Clinton treffen im Buchhändlerbereich des Weißen Hauses zum Staatsdinner ein, das US-Präsident Biden und die First Lady für Japans Ministerpräsident Kishida und seine Frau ausrichten. Der frühere US-Präsident Bill Clinton und dessen Ehefrau, die einstige US-Außenministerin Hillary Clinton, stellen sich nach US-Präsident Joe Bidens Rückzug aus dem Wahlkampf hinter US-Vize Kamala Harris als Ersatzkandidatin. (zu dpa: «Clintons stellen sich hinter Harris als Ersatzkandidatin») Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Der frühere US-Präsident Bill Clinton und dessen Ehefrau, die einstige US-Außenministerin Hillary Clinton, stellen sich nach dem Rückzug von US-Präsident Joe Biden aus dem Wahlkampf hinter dessen Vize Kamala Harris als Ersatzkandidatin. „Es ist uns eine Ehre, gemeinsam mit dem Präsidenten die Vizepräsidentin Harris zu unterstützen, und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um ihr zu helfen“, schrieben die Clintons in einer Stellungnahme. Die Clintons zollten außerdem Biden ihren Respekt. „Wir schließen uns Millionen von Amerikanern an und danken Präsident Biden für alles, was er erreicht hat, indem er sich immer wieder für Amerika eingesetzt hat“, so das Ehepaar.

    Jacquelyn Martin/AP/dpa
  • Israels Präsident Izchak Herzog: ARCHIV - 16.02.2024, Berlin: Israels Präsident Izchak Herzog winkt bei einem Besuch bei Bundespräsident  Steinmeier im Schloss Bellevue. (zu dpa: «Israels Präsident: Antrag auf Haftbefehl «mehr als empörend»») Foto: Carsten Koall/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Israels Präsident Izchak Herzog schrieb auf X: „Ich möchte meine aus tiefstem Herzen empfundene Dankbarkeit für @POTUS zum Ausdruck bringen.“ Als erster US-Präsident habe er Israel in Kriegszeiten besucht. „Und als wahrer Verbündeter des jüdischen Volkes ist er ein Symbol für die unzerreißbaren Bande zwischen unseren beiden Völkern.“

    Carsten Koall/dpa
  • Wahlkampf in den USA - Parteitag der Republikaner: 16.07.2024, USA, Milwaukee: Der Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson spricht während der Republican National Convention. Foto: Morry Gash/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, fordert Biden dazu auf, unverzüglich sein Amt niederzulegen. „Wenn Joe Biden nicht in der Lage ist, für das Amt des Präsidenten zu kandidieren, dann ist er auch nicht in der Lage, das Amt des Präsidenten auszuüben“, schrieb Johnson auf X. „Er muss sofort von seinem Amt zurücktreten.“

    Morry Gash/AP/dpa
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International haben Politiker US-Präsident Joe Biden Respekt für seinen Rückzug aus dem Rennen um eine weitere Amtszeit gezollt. Auch in Deutschland erfährt Biden für seine Entscheidung viel Wertschätzung. In unserer Fotostrecke lesen Sie Reaktionen aus dem In- und Ausland.