Israelische Geiseln der Hamas
: Acht Geiseln, die freikommen sollten, sind tot

Nach der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas sollen zunächst 33 Geiseln freikommen, die ersten wurden schon entlassen. Zehntausende Vertriebene kehren in den Gazastreifen zurück.
Von
dpa und afp
Gaza
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Nahostkonflikt - Geiselfreilassung: 25.01.2025, Israel, Ramallah: Busse mit palästinensischen Gefangenen werden von einer Menschenmenge begrüßt, nachdem sie nach einer Waffenruhe mit Israel aus israelischen Gefängnissen entlassen wurden. Foto: Nasser Nasser/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Busse mit palästinensischen Gefangenen werden von einer Menschenmenge begrüßt, nachdem sie nach einer Waffenruhe mit Israel aus israelischen Gefängnissen entlassen wurden.

Nasser Nasser/AP/dpa
  • Acht der 33 Geiseln der Hamas sind tot; 25 leben noch.
  • Zehntausende Vertriebene kehren in den Gazastreifen zurück.
  • Drei weitere Geiseln, darunter Arbel Yehud, sollen bald freikommen.
  • Israel hat die Rückkehr in den Norden des Gazastreifens nach der Waffenruhe erlaubt.
  • Mehr als 200.000 Menschen kehrten in den ersten zwei Stunden zurück.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach Angaben der Hamas sind acht von 33 Geiseln tot, die in der ersten Phase der Waffenruhe-Vereinbarung mit Israel freikommen sollen. 25 von ihnen seien noch am Leben, teilte ein Mitglied der Islamistenorganisation der Deutschen Presse-Agentur mit. Israels Regierungssprecher sagte, dass eine von der Hamas übermittelte Liste mit diesen Zahlen mit israelischen Geheimdienstinformationen übereinstimme.

Nach der Einigung zwischen Israel und der islamistischen Hamas auf die Freilassung von sechs weiteren israelischen Geiseln haben sich am Montag zehntausende Palästinenser auf den Weg in ihre Heimatorte im Norden des Gazastreifens gemacht. Die Menschen brachen vom Süden des Palästinensergebietes aus auf einer Küstenstraße in Richtung Norden auf. Drei der insgesamt sechs in dieser Woche freizulassenden Geiseln sollen bereits am Donnerstag freikommen – darunter auch Arbel Yehud, die Medienberichten zufolge einen familiären Bezug zu Deutschland hat.

Zehntausende Vertriebene kehren in den Gazastreifen zurück

Die Menschen im Gazastreifen trugen auf ihrem Weg in den Norden des Küstenstreifens so viel Hab und Gut mit sich wie möglich, wie auf Bildern von AFPTV zu sehen war. „Es ist ein großartiges Gefühl, wenn man nach Hause zurückkehrt, zurück zu seiner Familie, seinen Verwandten und seinen Liebsten und sein Haus inspiziert – wenn es noch ein Haus ist“, sagte der vertriebene Ibrahim Abu Hassera der Nachrichtenagentur AFP.

Ein Hamas-Sicherheitsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, in den ersten zwei Stunden seien „mehr als 200.000 Vertriebene“ in die Regionen Gaza und Nord-Gaza zurückgekehrt.

Waffenruhe seit mehr als einer Woche in Kraft

Die Mehrheit der 2,4 Millionen Einwohner des Gazastreifens ist seit dem Beginn des Krieges, der durch den Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden war, innerhalb des Gazastreifens vertrieben worden, viele von ihnen bereits mehrfach.

Mehr als eine Woche nach Inkrafttreten einer Waffenruhe im Gazastreifen hatte Israel den Zugang zum Norden wieder geöffnet, nachdem eine Einigung über weitere Geiselfreilassungen erzielt worden war. Israel hatte die Freilassung der Zivilistin Yehud zur Bedingung für die Öffnung des sogenannten Netzarim-Korridor und somit für die Rückkehr vertriebener Palästinenser in den Norden des Gazastreifens gemacht. Am Wochenende warteten bereits tausende Palästinenser vor dem von Israel blockierten Korridor auf ihre Heimkehr.