Islamische Verbände: Wie deutsche Muslime den Terror der Hamas in Israel bewerten

Der Islam gehört zu Deutschland: Besucher sitzen am Tag der offenen Moschee, am 3. Oktober in der Ditib-Zentralmoschee. Mit der eindeutigen Verurteilung der Hamas tut sich die vom türkischen Staat geleitete Ditib schwer. Das geht anderen Islamverbänden ähnlich.
Eman Helal Mohamed Bedir / dpaDie Reaktion auf das Morden in Israel seitens der Hamas fiel hierzulande unterschiedlich aus. Für Empörung sorgt die Erklärung des Zentralrates der Muslime in Deutschland. In dessen Erklärung heißt es zunächst: „Wir verurteilen die jüngsten Angriffe der Hamas auf Zivilisten und rufen dazu auf, sofort die Gewalt zu beenden.“ Im nächsten Satz werden alle Seiten aufgefordert, die Kampfhandlungen einzustellen. Übergangslos folgt eine Verurteilung Israels. „Zutiefst verstörend ist, dass Siedler flankiert durch die israelische Armee seit zwei Jahren palästinensische Dörfer und die Al-Aqsa Moschee angreifen, ohne dass die internationale Gemeinschaft eingreift.“ Die DITIB, der vom türkischen Staat geführte Dachverband, veröffentlichte eine Erklärung des Koordinationsrates der Muslime, der die vier größten Islamverbände angehören.
Allgemeine Verurteilung der Gewalt
Dort ist von einer „Eskalation am Gazastreifen zwischen Hamas und Israel“ die Rede. Die Hamas wird als Angreifer erwähnt, wobei „die Raketenabschüsse und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung“ ganz allgemein verurteilt und an alle Seiten appelliert wird „der Gewalt ein Ende zu setzen“. Die internationale Gemeinschaft stehe in der Pflicht, „schnellstmöglich einen Waffenstillstand auszuhandeln, und anschließend unbedingt eine politische Lösung des jahrelang bestehenden Konflikts zu finden, an dem insbesondere die palästinensische Bevölkerung leidet“.

