Iran-Krieg
: Westliche Partner beraten über Mission in Straße von Hormus

Der Iran blockiert die Straße von Hormus, Ölpreise steigen, die Weltwirtschaft leidet. Was Frankreich, Großbritannien und weitere Länder für freie Schifffahrt planen - und was Berlin beitragen will.
Von
dpa
Paris
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Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan. Frankreich und Großbritannien organisieren an diesem Freitag eine Konferenz für eine mögliche Mission westlicher Partner in der Straße von Hormus.

Altaf Qadri/AP/dpa
  • Frankreich und Großbritannien planen eine Konferenz für eine Mission in der Straße von Hormus.
  • Macron und Starmer leiten die Beratungen in Paris – Teilnehmer teils zugeschaltet.
  • Erwartet werden Friedrich Merz und Giorgia Meloni; USA, Israel und Iran sind nicht eingeladen.
  • Ziel ist die Sicherung der freien Schifffahrt nach dem Iran-Krieg in der Meerenge.
  • Deutschland will Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Luftaufklärung unter Bedingungen anbieten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Frankreich und Großbritannien organisieren an diesem Freitag (17.4.2026) eine Konferenz für eine mögliche Mission westlicher Partner in der Straße von Hormus. Zu den vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer geleiteten Beratungen werden auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Paris erwartet. Andere Teilnehmer sollen zugeschaltet werden. Die kriegführenden Länder USA, Israel und Iran sind nicht eingeladen.

Bei dem Treffen soll ein multinationaler Plan zur Sicherung der internationalen Schifffahrt nach dem Iran-Krieg erarbeitet werden. Ziel ist es, eine freie Schifffahrt in der Straße von Hormus wieder herzustellen, sobald die Sicherheitslage das zulässt. Nach Kriegsbeginn hatte Teheran die für den internationalen Ölhandel wichtige Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch blockiert, was die Preise für Energie in die Höhe trieb und die Weltwirtschaft belastet. Parallel dazu hat der Iran versucht, ein Mautsystem für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus einzuführen.

Kanzler Merz will bei den Beratungen in Paris ein konkretes Angebot für eine deutsche Beteiligung machen. So soll die Bundeswehr für eine solche Mission nach einem Ende der Kampfhandlungen Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Luftaufklärung bereitstellen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.