Iran-Krieg
: US-Sanktionen: Iranisches Flugzeug muss umkehren

Die USA wollen den Iran mit neuen Sanktionen gegen den zivilen Luftfahrtsektor weiter isolieren. Nun gibt es einen weiteren Zwischenfall.
Von
red/dpa
Teheran
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Ein Flugzeug der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air am Flughafen Teheran-Mehrabad.

Abedin Taherkenareh/EPA/dpa
  • US-Sanktionen gegen Irans Luftfahrtsektor verschärfen die Isolation des Landes.
  • Ein Flug Teheran-Duschanbe kehrte um, da Turkmenistan den Überflug verweigerte.
  • Der Pilot meldete, man habe die Route geändert, doch Tadschikistan blieb unerreichbar.
  • US-Finanzminister Scott Bessent drohte Drittstaaten mit Ausschluss vom US-Dollarsystem.
  • China kritisierte die Sanktionen, Verbindungen nach Istanbul und China bestehen teils weiter.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach der Ankündigung neuer US-Sanktionen gegen Irans Luftfahrtsektor ist ein iranisches Passagierflugzeug zur Umkehr gezwungen worden. „Da Turkmenistan den iranischen Fluggesellschaften keine Genehmigung zum Überflug seines Luftraums erteilt hatte, konnte der Flug Teheran-Duschanbe nicht am Zielort landen“, berichtete die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf einen Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde. 

Ein von iranischen Medien verbreitetes Video zeigte eine Durchsage im betroffenen Flug. „Wir haben sogar versucht, unsere Flugroute in der Luft zu ändern und über den Luftraum eines anderen Landes nach Tadschikistan einzufliegen“, sagt darin der Pilot. Wann der Flug diese Woche genau erfolgte, blieb zunächst unklar.

USA drohen Drittstatten mit Konsequenzen

US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag in einem Interview weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt. Er drohte Ländern mit dem Ausschluss aus dem US-Dollarsystem, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landedienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen.

Die Aussagen folgten auf neue weitreichende US-Sanktionen gegen Irans Luftfahrtsektor vor zwei Wochen. Unter anderem sind keine Flüge mehr aus Teheran in die Vereinigten Arabischen Emirate, die irakische Hauptstadt Bagdad und den Oman mehr möglich. Istanbul als eins der wichtigsten Drehkreuze für Reisen in den Iran bietet noch Verbindungen nach Teheran an. Reisende berichten jedoch von Unsicherheit und Chaos an den Schaltern.

Auch nach China, dem wichtigsten Handelspartner Irans, sind noch einige Verbindungen möglich. Die Volksrepublik kritisierte die US-Sanktionen. „Wir lehnen unrechtmäßige einseitige Sanktionen, die keine Grundlage im Völkerrecht haben und für die kein Mandat des UN-Sicherheitsrats vorliegt, entschieden ab“, sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking.