Schon vor zwei Jahren wurde sie im Weißbuch der Bundeswehr empfohlen: die Anwerbung von Personal aus dem Ausland. In Zeiten knapp werdender Fachleute, etwa im Bereich Cybersicherheit, rückt der Vorschlag nun wieder ins Blickfeld. Denn die wenigen Experten auf diesem Gebiet gehen meist lieber in die Wirtschaft mit ihren Spitzengehältern. Daher ist die Suche nach Spezialisten aus anderen EU-Ländern naheliegend. Genauso nachvollziehbar ist es, dass diese nicht gewillt sind, ihre besten Leute abzugeben.

Berlin

Zahlreiche Armeen profitieren bereits

Allerdings erscheint dies nur auf den ersten Blick als Dilemma. Denn die Anwerbung ausländischer Fachkräfte innerhalb der EU ist nicht nur gängige Praxis, sondern sogar erwünscht – Stichwort: Arbeitnehmerfreizügigkeit. Auch zahlreiche Armeen in Europa profitieren bereits davon. Sie personell zu verweben, bietet Vorteile. Denn die angestrebte gemeinsame EU-Verteidigungspolitik sieht ohnehin eine Arbeitsteilung vor. Ob ein Bulgare in Sofia oder Berlin Dienst tut, ist für Europas Sicherheit egal. Letztlich profitieren alle Länder von einer stabilen Verteidigungsstruktur mit guten Fachleuten, die die EU vor Krisen schützt.

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Berlin/Hamburg