Die Finanz- und Wirtschaftsminister der 19 Euro-Länder beraten an diesem Montag ber die deutlich gestiegenen Verbraucherpreise - vor allem für Energie. Das Thema steht als erster Punkt auf der Tagesordnung bei einem Treffen in Luxemburg. Die Inflation im Euro-Raum war - getrieben von hohen Gas- und Energiepreisen - im September auf 3,4 Prozent geklettert. Verbraucher bekommen das teils durch höhere Strom- und Heizkosten bereits zu spüren. Mitgliedstaaten wie Spanien haben daher ein gemeinsames Vorgehen auf EU-Ebene gefordert.
Die Minister wollen auch eine Bestandsaufnahme des bisherigen Corona-Hilfsprogramms der EU vornehmen. Konkret soll dabei die Umsetzung der Pläne zur Mittelverwendung besprochen werden, die die Mitgliedstaaten vorgelegt haben, um finanzielle Unterstützung zu bekommen. Bisher wurden die Pläne von 19 Ländern von der EU-Kommission gebilligt - unter anderem die von Deutschland.
Weiteres Thema des Treffens sind die Arbeitsschwerpunkte der Eurogruppe für das nächste Jahr. Dabei könnte es auch um eine mögliche Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts gehen. Der Pakt sieht vor, dass die Länder nicht mehr als 60 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung an Schulden aufnehmen dürfen. Angesichts der hohen Verschuldung vieler Staaten während der Pandemie fordern manche Länder eine Überarbeitung dieser Regeln.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) lässt sich bei dem Treffen am Montag wegen der laufenden Koalitionsverhandlungen vertreten. Er wollte am Dienstag zu einem Treffen aller EU-Wirtschafts- und Finanzminister kommen.



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