In der Nähe des Weißen Hauses
: Zwei Nationalgardisten in Washington niedergeschossen

Seit dem Sommer patrouillieren Nationalgardisten auf Wunsch Trumps durch Washington. Jetzt gab es Schüsse. Der US-Präsident gibt ein Update.
Von
dpa
Washington
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Einsatzkräfte versammeln sich in der Nähe des Ortes, an dem Mitglieder der Nationalgarde in der Nähe des Weißen Hauses von Schüssen getroffen wurden.

Mark Schiefelbein/AP/dpa
  • Zwei Nationalgardisten in Washington nahe des Weißen Hauses durch Schüsse verletzt.
  • US-Präsident Trump nennt den mutmaßlichen Täter ein „Tier“ und kündigt harte Konsequenzen an.
  • Über 2.000 Nationalgardisten patrouillieren seit Sommer auf Trumps Anordnung in der Hauptstadt.
  • Gericht entschied kürzlich, dass der Einsatz der Nationalgarde unrechtmäßig ist, ließ ihn aber bis 11. Dezember bestehen.
  • Nationalgarde wird normalerweise bei Krisen eingesetzt und untersteht den Bundesstaaten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zwei Mitglieder der Nationalgarde sind in der US-Hauptstadt Washington von Schüssen getroffen worden. Das teilte US-Heimatschutzministerin Kristi Noem auf der Plattform X mit. US-Präsident Donald Trump schrieb wenig später auf Truth Social, dass die Opfer im Krankenhaus und in einem kritischen Zustand seien. Er befand sich während der Tat in Florida.

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung teilte der Gouverneur von West Virginia später mit, dass die beiden Mitglieder der Nationalgarde aus seinem Bundesstaat stammten und ihren Verletzungen erlegen seien. Später relativierte er die Aussage allerdings, der Gesundheitszustand sei unklar.

Der mutmaßliche Schütze, den Trump als „Tier“ bezeichnete, sei ebenfalls schwer verletzt, erklärte Trump. Er werde „einen hohen Preis zahlen müssen“.

Zuvor hatten etliche Medien über den Vorfall berichtet. Die Polizei in Washington teilte auf der Plattform X mit, es habe in der Innenstadt Schüsse gegeben. Man solle den Bereich meiden; weitere Informationen würden folgen.

Mutmaßlicher Täter festgenommen

Etwa einen Block vom Weißen Haus entfernt habe es parallel eine Schießerei gegeben, gab Polizei in Washington gab bekannt. Der mutmaßliche Täter sei in festgenommen worden. Medienberichten zufolge wurde er ebenfalls angeschossen, sei aber nicht lebensgefährlich verletzt. Noch sind die Hintergründe der Tat unklar.

Das Weiße Haus wurde nach dem Vorfall abgeriegelt.

Zahlreiche Soldaten seit dem Sommer in der Hauptstadt

Seit dem Sommer sind mehr als 2.000 Nationalgardisten in Washington unterwegs. Trump hatte sie im August in die Hauptstadt beordert und ihre Mobilisierung mit einer angeblich ausufernden Kriminalität begründet. Kriminalitätsstatistiken stützen diese Darstellung nicht. 

Die Hauptstadt ging juristisch gegen den Einsatz vor. Eine Bundesrichterin erklärte den Einsatz der Nationalgarde jüngst für nicht rechtens und ordnete an, diesen zu beenden. Sie setzte ihre Entscheidung jedoch für drei Wochen aus, damit die Trump-Regierung in Berufung gehen kann. Die Anordnung bleibt damit bis zum 11. Dezember außer Kraft.

Die Nationalgarden sind militärische Reserveeinheiten und Teil der US-Streitkräfte. Sie unterstehen im Normalfall der Kontrolle der Bundesstaaten und werden etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder anderen Notlagen eingesetzt. In bestimmten Situationen kann jedoch auch der US-Präsident das Kommando übernehmen. Für Washington bestehen Sonderregeln.