Gene Hackman ist tot: Hollywood-Star mit Frau und Hund tot aufgefunden

US-Schauspieler Gene Hackman und Ehefrau sind tot aufgefunden worden.
Paramount/dpa- Gene Hackman und seine Frau Betsy Arakawa tot in ihrem Haus in Santa Fe gefunden.
- Der Vorfall ereignete sich am Mittwochnachmittag.
- Polizei äußert sich nicht zu möglichen Todesursachen.
- Keine Anzeichen auf ein Verbrechen laut Polizei.
- Mehr Informationen auf swp.de in Kürze.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Star aus Filmen wie „French Connection - Brennpunkt Brooklyn“, „Erbarmungslos“ und „Die Royal Tenenbaums“ war einer der interessantesten und gefragtesten Charakter-Darsteller. Jetzt trauert die Filmwelt um den zweifachen Oscar-Preisträger Gene Hackman. Wie mehrere US-Medien unter Berufung auf den örtlichen Sheriff berichten, wurden die Leichen der Hollywood-Legende und seiner Frau Betsy Arakawa am Mittwochnachmittag (26.2.2025) in ihrem Haus in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico gefunden.
Eine Sprecherin des Sheriffs sagte ABC News und CNN, das Paar sei bei einer Sozialkontrolle gefunden worden, nachdem sich ein Nachbar gemeldet hatte, der besorgt um das Wohlergehen der beiden war. Auch der Hund des Paares wurde demnach tot aufgefunden. Zur Todesursache wurde zunächst nichts mitgeteilt. Es werde jedoch nicht angenommen, dass es sich um ein Verbrechen handele, sagte die Sprecherin des Sheriffbüros, Denise Womack-Avila, am Donnerstag gegenüber CNN. Den Berichten zufolge wird erwartet, dass die Beamten am Donnerstag eine Erklärung mit weiteren Einzelheiten veröffentlichen.

Schauspieler Gene Hackman (Mitte), hier gemeinsam mit den Schauspielern Robin Williams (links) und Michael Caine bei der 60. Verleihung der Golden Globes.
HECTOR MATA/AFPHollywood-Star Gene Hackman lebte zurückgezogen
Sein letzter großer Auftritt auf einer Hollywood-Bühne ist lange her. Bei der 60. Golden-Globe-Verleihung im Jahr 2003 wurde Gene Hackman mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk gefeiert. „Ich wollte nie etwas anderes sein als ein Schauspieler“, sagte er sichtlich gerührt vor dem Star-Publikum. Schon als kleiner Junge habe er mit einer Tüte Popcorn im Kino gesessen und sich von Johnny Weissmuller, John Wayne, Errol Flynn und seinem Lieblingsschauspieler James Cagney in andere Welten versetzen lassen.
Hackman, der in seiner langen Karriere über 80 Filme drehte, zwei Oscars und drei Golden Globes gewann, wurde am 30. Januar 95 Jahre alt. Der Star aus Filmen wie „The French Connection“, „Erbarmungslos“ und „Die Royal Tenenbaums“ hatte sich schon lange aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Er lebte fernab von Hollywood in Santa Fe (US-Staat New Mexico), mit seiner zweiten, mehr als 30 Jahre jüngeren Frau Betsy Arakawa. Nur selten wird das Paar von Fotografen abgelichtet.
Schwierige Kindheit
Als Sohn eines Druckers und einer Kellnerin wuchs Hackman in einer Kleinstadt im US-Staat Illinois auf. Der Vater verließ die Familie, als der Junge Teenager war. Mit 16 Jahren meldete er sich zur US-Marine, wenige Jahre später folgte er seiner Filmleidenschaft und nahm am „Pasadena Playhouse“ in Kalifornien Schauspielunterricht, wo auch ein junger Dustin Hoffman studierte.
Beide wurden damals in der Klasse als Schüler mit den geringsten Erfolgsaussichten eingestuft. Zusammen zogen sie Ende der 1950er Jahre nach New York, teilten sich dort eine Wohnung mit Robert Duvall, schlugen sich mit Handlangerjobs durch und lernten weiter ihr Schauspiel-Handwerk.

Der Schauspieler Gene Hackman und seine Frau Betsy Arakawa bei der 60. Verleihung der Golden Globe Awards in Beverly Hills.
MARK J. TERRILL/AP/dpaFrüh in den Ruhestand
Zuletzt glänzte Hackman 2004 in der Polit-Satire „Willkommen in Mooseport“ als arroganter Ex-Präsident, der von Washington in die Provinz zieht. Damals vertraute er US-Talkmaster Larry King an, er wolle aus dem Filmgeschäft aussteigen. Man müsse zu viele Kompromisse machen, klagte der Star. Er hielt sein Wort und trat seither nicht mehr vor die Kamera. Allerdings machte er als Autor weiter. Er schrieb Bücher, etwa den Bürgerkriegsroman „Escape from Andersonville“ (2008) und den Polizeithriller „Pursuit“ (2013).
Ob er nicht doch noch einen Film drehen werde, wurde Hackman 2011 in einem seiner seltenen Interviews von der Zeitschrift „GQ“ gefragt. „Ich weiß es nicht“, sagte er zögerlich. „Wenn ich es in meinem Haus tun könnte, vielleicht, ohne dass dabei etwas durcheinandergebracht wird, und nur mit ein oder zwei Leuten“.
Damals zog er auch Bilanz über seine Berufswahl. Er sei recht zufrieden mit seiner Entscheidung, Schauspieler zu werden, sagte er im „GQ“-Interview. „Ich hatte Glück ein paar Sachen zu finden, die ich als Schauspieler gut machte und die ich mir anschauen und sagen konnte: ,Ja, das ist in Ordnung'.“.
Mit Material von dpa.
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