SWP+SWP+Hohe Zahl an Krankschreibungen
: Was die Lohnfortzahlung mit dem Krankenstand zu tun hat

Das deutsche Sozialsystem ist großzügig. Krankgeschriebene müssen zumindest für sechs Wochen keine finanziellen Einbußen fürchten. Würde die Lohnersatzrate aber von 100 auf 80 Prozent sinken, sagen Wirtschaftsforscher, dürften auch die krankheitsbedingten Fehlzeiten im Mittel um 20 Prozent nach unten gehen. Wäre das wünschenswert?
Von
Hajo Zenker
Berlin
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Krankschreibung: ARCHIV - 09.12.2015, Brandenburg, Sieversdorf: ILLUSTRATION - Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung - Ausfertigung zur Vorlage bei der Krankenkasse - liegt auf einem Tisch. (zu dpa: «Krankenstand auch im dritten Quartal im Norden hoch») Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der gelbe Schein, den der Erkrankte an seine Krankenkasse schicken musste, ist Geschichte. Nun geht alles digital. Auch das dürfte die Zahlen der Krankgeschriebenen nach oben drücken. Trotzdem war auch vorher schon der Krankenstand in Deutschland höher als anderswo.

Patrick Pleul/dpa