Gaza-Hilfsflotte
: Israel stoppt Greta Thunbergs Schiff auf dem Weg zum Gazastreifen

Nach israelischen Angaben stoppte die Regierung Schiffe, die Richtung Gazastreifen unterwegs waren. Auch das Schiff der bekannten Aktivistin Greta Thunberg ist betroffen.
Von
KNA, afp
Jerusalem
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Nahostkonflikt - Gaza-Hilfsflotte

Gaza-Hilfsflotte gestoppt.

Str/AP/dpa
  • Israel stoppt Teile der Gaza-Hilfsflotte, darunter ein Schiff mit Greta Thunberg.
  • 30 von 45 Schiffen setzten die Fahrt Richtung Gazastreifen fort.
  • Aktivisten wollten Israels Seeblockade durchbrechen, Israel spricht von Provokation.
  • Kritik von Hamas und UN: Israel wird Piraterie und Entführung vorgeworfen.
  • Israel bot an, Hilfsgüter auf anderem Weg nach Gaza zu bringen – Aktivisten lehnten ab.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Israel hat laut eigenen Angaben mehrere Schiffe der als „Global Sumud Flotilla“ bekannt gewordenen Flotte gestoppt. Betroffen ist auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Ein in der Nacht zu Donnerstag veröffentlichtes Video zeigt, wie ihr ein maskierter Soldat eine Wasserflasche reicht. „Greta und ihre Freunde sind sicher und gesund“, schrieb das Außenministerium dazu in einem Social-Media-Posting. Die von der Marine aufgebrachten Schiffe würden in einen israelischen Hafen gebracht. Nach Angaben der Aktivisten konnten 30 von rund 45 Schiffen der Gaza-Hilfsflotte die Fahrt in Richtung des Gazastreifens mittlerweile fortsetzen.

Konflikt spitzte sich zu

Der Konflikt um die Flotte spitzte sich in den vergangenen Tagen zu. Die propalästinensischen Aktivisten hatten angekündigt, Israels Seeblockade vor der Küste des Gazastreifens zu durchbrechen, um Hilfsgüter ins Kriegsgebiet zu bringen. Etwa 70 Seemeilen vor der Küste griff Israel schließlich nach mehreren Warnungen ein. „Der einzige Zweck der Hamas-Sumud-Flottille ist Provokation“, so das Außenministerium.

Sämtliche Angebote, die mitgeführten Hilfsgüter auf anderem Wege nach Gaza zu bringen, seien abgelehnt worden. Die Schiffe seien nun vor dem Eindringen in eine aktive Kampfzone gestoppt worden. Ein Großteil der Flotte setzte seine Fahrt jedoch offenbar am Donnerstagmorgen fort: Nach Angaben der Aktivisten waren zuletzt 30 von 43 Booten weiter auf Kurs.

Kritik von Hamas und UN

Das Vorgehen Israels sorgte unterdessen international für Kritik. Die Terrororganisation Hamas warf dem israelischen Militär „Piraterie und maritimen Terrorismus“ vor. Das Aufbringen der Schiffe sei ein brutaler, hinterhältiger Angriff auf Zivilisten, der von allen Staaten verurteilt werden müsse.

Die UN-Sonderberichterstatterin für Palästinenser, Francesca Albanese, äußerte sich ähnlich. Sie beschuldigte Israel, Mitglieder der Hilfsflotte zu „entführen“. Zugleich werde das „Massaker an unschuldigen Zivilisten im Gazastreifen“ fortgesetzt. „Wir müssen dem ein Ende setzen“, forderte Albanese.