Flugzeugabsturz
: Kremlchef Putin entschuldigt sich nach Absturz in Kasachstan

Nach dem Absturz eines aserbaidschanischen Flugzeugs sah sich Moskau Schuldvorwürfen ausgesetzt. Nun ruft Kremlchef Putin seinen aserbaidschanischen Kollegen an – mit einer Erklärung.
Von
dpa
Kasachstan
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Flugzeugabsturz der Aserbaidschan Airlines in Kasachstan: (241225) -- AKTAU, Dec. 25, 2024 (Xinhua) -- This photo taken on Dec. 25, 2024 shows the plane crash site near Aktau, Kazakhstan. A passenger plane operated by Azerbaijan Airlines from Baku to Grozny crashed near the Kazakh city of Aktau on Wednesday, Kazakhstan's Ministry of Emergency Situations (MES) said.
 The Embraer 190 aircraft with flight number J2-8243 crashed near Aktau Airport. The ministry reported 28 survivors in the incident, with rescue operations ongoing.
 There were 67 people on board, including 62 passengers and five crew members, Azerbaijan Airlines said on X. (Photo by Isa Tazhenbayev/Xinhua) - Isa Tazhenbayev -//CHINENOUVELLE_chinenouvelle1135/Credit:CHINE NOUVELLE/SIPA/2412251515

Flugzeugabsturz der Aserbaidschan Airlines in Kasachstan.

CHINE NOUVELLE/SIPA/actionpress
  • Putin entschuldigt sich bei Aliyev für den Flugzeugabsturz in Kasachstan mit 38 Toten.
  • Absturz ereignete sich im russischen Luftraum; russische Flugabwehr war gegen Drohnenangriffe im Einsatz.
  • Ermittlungen laufen; russische und aserbaidschanische Spezialisten arbeiten zusammen.
  • Selenskyj fordert von Russland Aufklärung und verurteilt Desinformationen.
  • Flugzeug stürzte bei der Notlandung in Aktau ab.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem Absturz der Passagiermaschine in Kasachstan mit 38 Toten hat sich Kremlchef Wladimir Putin bei dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev für den Vorfall entschuldigt. „Wladimir Putin entschuldigte sich dafür, dass sich der tragische Vorfall im russischen Luftraum ereignete“, teilte der Kreml in Moskau nach einem Telefonat der beiden mit.

Demnach erklärte Putin auch, dass zu dem Zeitpunkt die russische Flugabwehr im Einsatz gegen ukrainische Drohnenangriffe war. Dass die Flugabwehr das Flugzeug mit einer Rakete getroffen habe, sagte Putin in dieser Deutlichkeit allerdings nicht.

Putin „sprach den Familien der Opfer erneut sein tiefes und aufrichtiges Beileid aus und wünschte den Verletzten eine baldige Genesung“, teilte der Kreml weiter mit. In dem Gespräch sei festgestellt worden, dass das aserbaidschanische Passagierflugzeug wiederholt versuchte, auf dem Flughafen von Grosny zu landen. „Gleichzeitig wurden Grosny, Mosdok und Wladikawkas von ukrainischen Kampfdrohnen angegriffen, wobei die russische Luftabwehr diese Angriffe abwehrte“, teilte der Kreml mit.

Auch Selenskyj spricht mit Aliyev

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb seiterseits auf der Plattform X, er habe ebenfalls mit Aliyev gesprochen und sein Beileid ausgedrückt. Russland müsse Erklärungen geben und damit aufhören, Desinformationen zu verbreiten. Fotos und Videos zeigten eindeutig den Schaden am Flugzeugrumpf, der stark darauf hindeute, dass die Maschine von einer Flugabwehrrakete getroffen worden sei.

In der Mitteilung des Kreml hieß es, russische Ermittler hätten ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Regeln für die Sicherheit des Flugverkehrs eingeleitet. „Die ersten Ermittlungsmaßnahmen sind im Gange, und es werden zivile und militärische Spezialisten befragt.“

Ermittler aus Aserbaidschan in Russland

Zudem seien zwei Mitarbeiter der aserbaidschanischen Generalstaatsanwaltschaft in Grosny, wo sie mit Vertretern der russischen Seite zusammenarbeiteten. Auch an der Absturzstelle in der Nähe von Aktau gingen die Arbeiten weiter der Ermittler aus Russland, Aserbaidschan und Kasachstan weiter, hieß es.

Die aserbaidschanische Regierung hatte zuvor erstmals öffentlich von einem Waffeneinsatz gegen das in Kasachstan abgestürzte Passagierflugzeug gesprochen. Schäden am Wrack und Zeugenaussagen legten nahe, dass das Flugzeug von außen beschädigt worden sei. Dies sei über dem ursprünglichen Zielflughafen Grosny in Russland geschehen. 

Die Maschine der Fluggesellschaft Azerbaijan Airlines mit 67 Menschen an Bord flog trotz ihrer Schäden über das Kaspische Meer. Bei der versuchten Landung in Aktau in Kasachstan stürzte sie ab.