Europawahl 2024
: Frankreichs Rechtspopulisten kündigen Zusammenarbeit mit AfD

Die französischen Rechtspopulisten wollen im Europaparlament nicht mehr mit der AfD zusammenarbeiten.
Von
Philipp Staedele
Brüssel
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French "National Rally" far-right party President Jordan Bardella addresses a press conference entitled "against drug trafficking: the urgence of an upturn" following the attack on a prison van in the Eure department, in Paris on May 16, 2024. (Photo by Emmanuel Dunand / AFP)

Der Chef der Partei Rassemblement National (RN) und Spitzenkandidat für die Europawahl, Jordan Bardella.

EMMANUEL DUNAND/AFP

Frankreichs Rechtspopulisten kündigen die Zusammenarbeit mit der AfD im Europaparlament auf, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Jordan Bardella: Keine Zusammenarbeit mehr im Europaparlament

Der Chef der Partei Rassemblement National (Nationale Sammlungsbewegung, RN) und Spitzenkandidat für die Europawahl, Jordan Bardella, habe „die Entscheidung getroffen“, nicht mehr mit der AfD im Parlament „zu sitzen“, sagte Wahlkampfleiter Alexandre Loubet am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Damit bestätigte Loubet einen Bericht der französischen Zeitung „Libération“.

Bisher gehören AfD wie Rassemblement National der Fraktion Identität und Demokratie (ID) im Europaparlament an. Zuletzt waren allerdings Brüche deutlich geworden: Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen distanzierte sich nach dem Potsdamer Geheimtreffen zur „Remigration“ im Namen ihrer RN deutlich von der AfD und drohte mit einem Ende der Zusammenarbeit.

Auch ein Besuch von AfD-Chefin Alice Weidel in Paris Ende Februar besänftigte die französischen Rechtspopulisten nicht. Wahlkampfleiter Loubet sagte dazu mit Blick auf die AfD: „Wir hatten offene Gespräche, aber es wurde nichts daraus gelernt. Nun ziehen wir die Konsequenzen.“