Ende von Straßenblockaden
: Letzte Generation mit neuer Strategie – ohne Klebeaktionen

Die Klimaschützer-Gruppe will künftig auf Klebeaktionen verzichten. „Von nun an werden wir in anderer Form protestieren“, heißt es von der Letzten Generation. Was geplant ist.
Von
Laura Mensch
Berlin
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Aktivistinnen und Aktivisten der Letzten Generation haben in den vergangenen zwei Jahren in ganz Deutschland mehrfach für Stau gesorgt. Auch an den Protesten der Landwirte haben sie sich beteiligt – um darauf aufmerksam zu machen, wie viel toleranter einige Menschen den Bauernprotesten gegenüber sind.

Sebastian Gollnow/dpa

Gut zwei Jahre lang hat die Klimaschützer-Gruppe mit ihren Protestaktionen auf deutschen Straßen für Aufsehen gesorgt. Ihr Vorgehen, sich auf Straßen festzukleben, hat für viel Kritik aus der Bevölkerung und Politik gesorgt. Nun haben die Aktivistinnen und Aktivisten ein Ende der Straßenblockaden angekündigt. Protestieren wollen sie jetzt auf andere Weise. „Von nun an werden wir in anderer Form protestieren – unignorierbar wird es aber bleiben“, hieß es am Montagabend in einer Erklärung der Gruppe. Diese will ab März „zu ungehorsamen Versammlungen im ganzen Land“ aufrufen.

Das ist die neue Strategie der Letzten Generation

„Statt uns in Kleingruppen aufzuteilen und Straßenblockaden zu machen, werden wir gemeinsam mit vielen Menschen ungehorsame Versammlungen machen.“ Damit beginne „eine neue Ära unseres friedlichen, zivilen Widerstandes – das Kapitel des Klebens und der Straßenblockaden endet damit“.

Zusätzlich zu der neuen Hauptprotestform wollen die Aktivisten „die Verantwortlichen für die Klimazerstörung in Zukunft verstärkt direkt konfrontieren“. Konkret sollen unter anderem Politikerinnen und Politiker vor laufenden Kameras zur Rede gestellt werden. Ebenso will die Gruppe verstärkt „Orte der fossilen Zerstörung“ für ihren Protest aufsuchen, also zum Beispiel Öl-Pipelines oder Flughäfen.

Ende der Straßenblockaden durch Klimaschutz-Gruppe

Als weitere Strategie nennt die Gruppe einen Appell an Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier: „Wir werden ihn auffordern, öffentlich und ehrlich über die Klimazerstörung und das notwendige Umsteuern zu sprechen.“ Die Details dieses Appells sollen in den kommenden Monaten in Form eines Briefes ausgearbeitet werden.

Die Gruppe hatte im vergangenen Jahr mit Straßenblockaden Aufsehen erregt. An verschiedenen Gerichten bundesweit laufen deshalb Verfahren gegen Aktivistinnen und Aktivisten.