Druck auf Eliteuni Harvard wächst: Trump droht mit Steuern und Einschränkungen für ausländische Studierende

Universität Harvard: 15.04.2025, USA, Cambridge: Besucher halten sich an der Statue von John Harvard auf dem Harvard Yard an der Harvard University auf. Foto: Charles Krupa/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Charles Krupa/AP/dpa- Trump droht Harvard mit Steuerverlust und Einschränkungen für ausländische Studierende.
- US-Regierung könnte Harvard ihre Steuerbefreiung entziehen.
- Harvard verweigert Trumps Forderungen und verliert Fördergelder.
- Trump kritisiert Harvard als „Witz“ und unterstellt linke Ideologie.
- Entscheidung über Steuerstatus und ausländische Studierende bald erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die amerikanische Elite-Universität Harvard könnte wegen ihres Widerstands gegen US-Präsident Donald Trump ihre Steuerbefreiung verlieren. Trumps Regierung habe die zuständige Behörde IRS gebeten, den für Hochschulen in den USA üblichen steuerlichen Sonderstatus der Universität mit Sitz in Cambridge im Bundesstaat Massachusetts zu widerrufen, schrieb die „Washington Post“ unter Berufung auf drei nicht namentlich genannte Quellen. CNN berichtete ebenfalls unter Berufung auf anonyme Quellen über entsprechende Pläne bei der Steuerbehörde. Eine endgültige Entscheidung wird demnach bald erwartet.
Trump wirft der Uni seit langem eine linke Ideologie vor. Harvard weigert sich, einen von Trump geforderten Kurswechsel umzusetzen, der etwa die Zulassung von Studierenden, Einhaltung von Verhaltensregeln und Einstellung von Hochschulpersonal betrifft. Die US-Regierung legte daraufhin Fördergeld in Milliardenhöhe auf Eis. Zuletzt drohte Trump, Harvard könnte seine Steuervergünstigungen verlieren und wie eine politische Einrichtung besteuert werden.
Gemeinnützige Organisationen wie religiöse Einrichtungen, Gesundheitsorganisationen, Tierschutzgruppen und auch Bildungsstätten genießen in den USA Steuerfreiheit. Harvard und andere private Universitäten sind als Wohltätigkeitsorganisationen anerkannt, da ihre Aktivitäten primär der Bildung und Forschung dienen. Sie schütten außerdem keine Gewinne an Einzelpersonen oder Anteilseigner aus und müssen regelmäßig bei der Steuerbehörde Rechenschaft ablegen, um ihre Steuerbefreiung zu behalten.
Trump droht, ausländische Studenten zu exmatrikulieren
Trump drohte außerdem, der Uni das Privileg zu entziehen, „ausländische Studenten zu immatrikulieren“, „sollte sie ihren Berichtspflichten nicht in vollem Umfang nachkommt“, erklärte das US-Heimatschutzministerium. Wenige Stunden zuvor hatte Trump die Qualität der Hochschule in Abrede gestellt. „Harvard ist ein Witz, unterrichtet Hass und Dummheit und sollte keine öffentlichen Gelder mehr erhalten“, erklärte Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Universität könne nicht länger als eine der besten Hochschulen der Welt gelten.

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