Demonstration in Wien
: Zehntausende Studierende fordern mehr Geld für Hochschulen

In Wien protestierten am Donnerstag Studierende gegen die unzureichende Finanzierung der Hochschulen. Schätzungen der Organisatoren zufolge nahmen mindestens 40.000 Menschen an den Protesten teil.
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red/afp
Wien
Protest gegen Kürzungspläne der Regierung in Wien: Studenten protestieren gegen die Kürzungspläne der Regierung. (zu dpa: «Tausende Studierende gehen in Österreich auf die Straße»)

Protest gegen Kürzungspläne der Regierung in Wien: Studenten protestieren gegen die Kürzungspläne der Regierung.

Tobias Steinmaurer/APA/dpa
  • In Wien demonstrierten am Donnerstag zehntausende Studierende für mehr Hochschulmittel.
  • Laut Organisatoren nahmen mindestens 40.000 teil, die Polizei erwartete zuvor 20.000.
  • Auslöser: Geplanter Finanzrahmen von 16 Mrd. Euro für 2028 bis 2030 – Rektoren fordern 18.
  • Hochschulen warnen vor Stellenabbau, weniger Lehre und Verzögerungen in Forschung und Kliniken.
  • ÖH, uniko und GÖD unterstützen die Proteste, die Regierung verteidigt Budgetkürzungen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

In der österreichischen Hauptstadt Wien sind am Donnerstag zehntausende Studierende gegen das ihrer Meinung nach unzureichende Finanzierung der Hochschulen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten trugen Transparente mit Parolen wie „Unsere Bildung, unsere Zukunft“, „Die Demokratie braucht Bildung“ und „Bildung darf kein Privileg werden“. Nach Schätzungen der Organisatoren nahmen mindestens 40.000 Menschen an den Protesten teil. Die Polizei war zuvor von 20.000 Teilnehmern ausgegangen.

Auslöser des Unmuts war die am Wochenende verkündete Bereitstellung eines Finanzrahmens von 16 Milliarden Euro für die 23 öffentlichen Universitäten des Landes zwischen 2028 und 2030.

Die Rektoren der Hochschulen fordern hingegen mindestens 18 Milliarden Euro, um die Inflation und den Anstieg der Kosten auszugleichen. Nach ihrer Einschätzung wird dieses Budget zur Streichung von etwa jeder zehnten Stelle führen, außerdem zu einer Verringerung des Lehrangebots und zu Verzögerungen bei Forschungsprojekten. Sie warnen zudem vor Folgen für die Universitätskliniken, mit möglichen Auswirkungen auf die Versorgung und die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten.

Bildung „das Wichtigste für einen Staat und seine Bürger“

„Wir wollen ein starkes Zeichen für die Bedeutung einer angemessenen Finanzierung der Universitäten setzen“, erklärte die Organisatorin Selina Wienerroither von der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) vor Beginn des Protestzugs. Die 21-jährige Studentin Anabel sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie fürchte, „dass die Investitionen in Bildung immer weiter zurückgefahren werden, sowohl an den Universitäten als auch in den Schulen“. Dabei sei Bildung „das Wichtigste für einen Staat und seine Bürger“.

Die Wiener Studierenden erhielten bei der Demonstration Verstärkung durch Studierende und Lehrkräfte aus dem ganzen Land, unter anderem aus Salzburg, Innsbruck und Graz. Die Bewegung wird außerdem von der österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) unterstützt. Die österreichische Regierung verteidigt indes die Notwendigkeit von Budgetkürzungen.