Deal mit Putin
: Trump kündigt große Diesellieferungen aus Russland an

Innenpolitisch hadert US-Präsident Trump seit Langem mit hohen Spritpreisen – insbesondere vor den Kongresswahlen ist der Druck auf ihn hoch. Nun verkündet Trump einen Deal mit Putin.
Von
dpa
Washington
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US-Präsident Donald Trump (r.) sprach mit Russlands Präsident Wladimir Putin (Archivbild).

Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
  • Trump kündigt nach Gespräch mit Putin große Diesellieferungen aus Russland an.
  • Mehr als 300.000 Tonnen sollen „umgehend“ für USA und Weltmarkt bereitstehen.
  • Im November weitere 500.000 Tonnen, danach eine Million Tonnen – Russland stellt mehr in Aussicht.
  • US-Finanzministerium erteilte Ausnahmegenehmigung bis zum 7. April 2027 trotz Sanktionen.
  • Innenpolitischer Druck wegen hoher Spritpreise wächst, Ukraine-Angriffe auf Raffinerien im Fokus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

US-Präsident Donald Trump hat nach einem Gespräch mit Russlands Präsident Wladimir Putin Hunderttausende Tonnen an Diesel aus Russland in Aussicht gestellt. Er habe mit dem russischen Präsidenten vereinbart, dass „umgehend“ mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung gestellt würden, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

Im Laufe des Novembers solle eine weitere halbe Million Tonnen Diesel freigegeben werden sowie eine Million Tonnen „sofort danach“. „Abhängig vom Zustand seiner Dieselraffinerien“ wolle Russland zudem innerhalb kurzer Zeit drei Millionen Tonnen Diesel liefern. Trump spezifizierte zunächst nicht die Zeiträume.

Wegen der bestehenden Sanktionen gegen Russland stellte das US-Finanzministerium dafür eine temporäre Erlaubnis aus. Dadurch seien der Verkauf, die Lieferung, das Entladen und der Import von Diesel aus Russland bis zum 7. April 2027 genehmigt.

Sanktionen gegen Russland 

Im vergangenen Jahr lag die monatliche Dieselproduktion Russlands bei etwa sieben Millionen Tonnen. Die Kapazitäten haben sich seither ungefähr halbiert.

Die Ankündigung sorgt auch deshalb für Aufruhr, weil Trump erst im vergangenen Monat ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz unterzeichnet hatte, das ihm weitreichende Befugnisse für neue Sanktionen gegen Russland in die Hand gibt. Die Intention des Parlaments dabei war, den Kreml im Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen. Der nun von Trump verkündete Schritt geht in die gegenteilige Richtung. 

Gestiegene Spritpreise setzen Trump und Republikaner unter Druck

Trump steht im eigenen Land angesichts gestiegener Spritpreise vor den wichtigen Zwischenwahlen in weniger als einem Monat unter Druck. Auch Republikaner machten zuletzt den Iran-Krieg in ungewöhnlicher Deutlichkeit für die hohen Preise verantwortlich gemacht.

Trump wiederum machte in den vergangenen Wochen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich und rief ihn auf, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. „Er muss aufhören, die Dieselversorgung in Russland lahmzulegen“, sagte Trump etwa Mitte September in seinem Luxusresort in Doonbeg an der irischen Westküste vor Journalisten. Der US-Präsident versuchte dabei von den Auswirkungen seines Krieges gegen den Iran und die vertrackte Situation in der Straße von Hormus abzulenken.

„Das liegt nicht am Nahen Osten, sondern an den Ereignissen in Russland und der Ukraine“, sagte er über die Dieselknappheit. Die USA hätten mit Selenskyj bereits darüber gesprochen. „Es gibt jede Menge andere Ziele. Er darf keine Dieselanlagen angreifen, denn das schadet der ganzen Welt.“

Vor allem zu Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren trieb der Konflikt die Energiepreise weltweit deutlich in die Höhe. In den vergangenen Monaten verstärkte die Ukraine ihre Angriffe auf Objekte der Ölindustrie in Russland. Die Folgen sind dort deutlich spürbar.