Die Welt soll bei der nächsten Pandemie deutlich besser vorbereitet sein als bei Corona und schneller agieren können. Um das zu erreichen, schlagen die EU und andere Staaten einen verbindlichen globalen Pandemievertrag vor. Ob darüber formelle Verhandlungen aufgenommen werden sollen, erörtern Minister der 194 Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ab Montag.
Deutschland steht hinter der Idee. „Wir sind gut beraten, wenn wir ganz gezielt Maßnahmen für eine bessere Prävention, Früherkennung und Reaktion in einem Pandemievertrag oder einem anderen rechtlichen Instrument verbindlich festhalten“, sagte die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Die USA und China sind skeptisch. Sie wollen eigentlich keine neuen multilateralen Verpflichtungen eingehen. Was genau in dem Vertrag stehen soll, ist noch offen. Bei dem Treffen würde nur der Startschuss für Verhandlungen gegeben werden. Theoretisch könnte so ein Vertrag nach Angaben der WHO-Rechtsabteilung innerhalb von wenigen Monaten unterschriftsreif sein.