Bundespräsident in Türkei
: Steinmeier besucht Erdbebengebiet

Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Dienstag seinen Besuch in der Türkei fortsetzen und dort Erdbebenopfer besuchen.
Von
dpa
Istanbul
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fährt mit dem Schiff Okyanus vom Anlegeplatz Eminönü zur historischen Sommerresidenz des deutschen Botschafters. Er ist zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in der Türkei.

Bernd von Jutrczenka, dpa

Mit einem Besuch im Gebiet des verheerenden Erdbebens vom Februar vergangenen Jahres setzt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Dienstag seinen Besuch in der Türkei fort. Er wird dazu von Istanbul nach Nurdagi weiterreisen. Die Stadt mit einstmals 42.000 Einwohnern wurde bei der Katastrophe fast zur Hälfte zerstört. Rund 2500 Menschen kamen ums Leben. Steinmeier will dort ein Unterbringungszentrum für türkische und syrische Erdbebenopfer besuchen (17 Uhr Ortszeit/16 Uhr MESZ).

Allein in der Türkei starben bei dem Erdbeben nach offiziellen Angaben mehr als 53.000 Menschen. Auch in Syrien kamen Tausende Menschen zu Tode. Die Bundesregierung sagte beiden Ländern damals Hilfe in Höhe von 238 Millionen Euro zu. Ein weiterer hoher Millionenbetrag kam durch private Spenden hinzu. Deutschland leistete damals die größte bilaterale Hilfe.

Zudem wurden in einem beschleunigten und vereinfachten Verfahren mehr als 17.000 Visa für vom Erdbeben betroffene Türkinnen und Türken ausgestellt. Sie konnten damit vorübergehend oder im Rahmen des Familiennachzugs auch dauerhaft nach Deutschland kommen.