Die Zusage für ein normal stattfindendes Oktoberfest in diesem Jahr durch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hält Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) für „gewagt“. Es gebe eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass man es bis dahin mit den Omikron-Varianten BA.4. und BA.5 zu tun habe, sagte Lauterbach am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk (BR). Wenn diese Ausbrüche kämen, könnte eine „ungeschützte“ Wiesn wieder problematisch sein, weil ein solch großes Volksfest dann das Ausbruchsgeschehen anfeuern könnte, erläuterte er.
Der Bundesgesundheitsminister räumte jedoch ein, dass man zum jetzigen Zeitpunkt über eine klare Zu- oder Absage oder Regeln für das Oktoberfest nicht entscheiden könne. Dies habe er Münchens Oberbürgermeister auch bereits gesagt, betonte Lauterbach. Bei dem am Donnerstag in Berlin beginnenden Treffen der G7-Gesundheitsminister will Lauterbach sich für die Einsetzung eines internationalen Teams mit Pandemie-Experten einsetzen. Was dieses Team erarbeite, müsse dann in Deutschland umgesetzt werden. Dafür brauche es ein dauerhaftes nationales Expertengremium.
Im Kampf gegen Corona hat er mit dem Bundeskanzleramt einen Plan für den Herbst abgestimmt, erläuterte Lauterbach an. Es würden angepasste Impfstoffe eingekauft, eine neue Impfkampagne erarbeitet und das Meldesystem verbessert, sagte er. (00/1803/18.05.2022)



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