Bündnis in der Krise: Außenminister der Nato-Staaten treffen sich in Brüssel

Die Flaggen der Mitgliedsstaaten flattern im Wind vor dem NATO-Hauptquartier in Brüssel.
Virginia Mayo/AP/dpa- Nato-Außenminister treffen sich am 3.4.2025 in Brüssel.
- US-Außenminister Marco Rubio nimmt erstmals teil.
- USA fordern höhere Militärausgaben der Nato-Partner.
- Ziel: 5% der Wirtschaftsleistung für Verteidigung.
- Nato-Generalsekretär Mark Rutte erwartet Erhöhung auf über 3%.
- Annalena Baerbock könnte letztes Treffen vor Regierungswechsel haben.
- Treffen mit ukrainischem Außenminister Andrij Sybiha.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Außenminister der Nato-Staaten kommen an diesem Donnerstag (3.4.2025) zu einem zweitägigen Treffen in Brüssel zusammen. Im Hauptquartier des Verteidigungsbündnisses wird erwartet, dass die USA bei den Beratungen erneut eine massive Erhöhung der Militärausgaben der europäischen Partner einfordern.
Im Februar hatte bereits Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einem Nato-Treffen betont, dass die europäischen Alliierten aus Sicht der Vereinigten Staaten künftig fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung zur Verfügung stellen sollten. Zudem machte er deutlich, dass die USA unter Präsident Donald Trump deutlich weniger sicherheitspolitische Verantwortung für Europa übernehmen wollen.
Erstes Nato-Treffen mit Rubio
Bei den Gesprächen soll es nun deswegen auch darum gehen, wie ein Zurückfahren des US-Engagements in Europa möglichst risikofrei organisiert werden könnte. Eine neue Zielvorgabe für die Verteidigungsausgaben der Nato-Staaten soll bereits beim nächsten Gipfeltreffen im Juni in Den Haag vereinbart werden. Nato-Generalsekretär Mark Rutte rechnet damit, dass sie deutlich höher als drei Prozent liegen muss.
Für US-Außenminister Marco Rubio wird das Nato-Treffen das erste seit Amtsantritt sein. Als Gäste sind zu einzelnen Arbeitssitzungen zudem der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sowie Vertreter aus den Nato-Partnerstaaten Australien, Japan, Neuseeland und Südkorea eingeladen. Aus Deutschland wird die geschäftsführende Außenministerin Annalena Baerbock in Brüssel erwartet. Für die Grünen-Politikerin könnte es das letzte Nato-Treffen vor dem Regierungswechsel werden.