Mutmaßliche Spione in Bayreuth
: Russland sieht nach Festnahme „keine Beweise“

In Bayreuth werden zwei mutmaßliche russische Spione festgenommen. Jetzt äußert sich Moskau.
Von
Philipp Staedele
Moskau
Jetzt in der App anhören

Die deutsche Polizei hat zwei Männer in Bayreuth festgenommen, die für Russland spioniert und mögliche Anschlagsziele in Deutschland ausgekundschaftet haben sollen.

Daniel Löb/dpa

Nach der Festnahme von zwei mutmaßlichen Spionen für Russland in Bayreuth hat Moskau laut Nachrichtenagentur AFP kritisiert, dass Deutschland „keine Beweise“ für die gegen sie erhobenen Vorwürfe vorgelegt habe.

Moskau: „Keine Beweise für Pläne der Festgenommenen“

Dem russischen Botschafter in Berlin seien bei seiner Einbestellung im Auswärtigen Amt am Donnerstag „keine Beweise“ vorgelegt worden, erklärte die Botschaft im Onlinedienst X. Die Vorwürfe seien „absurd und lächerlich“.

„Es wurden keine Beweise für die Pläne der Festgenommenen oder ihre mögliche Verbindung zu Vertretern russischer Strukturen vorgelegt“, hieß in der Erklärung der russischen Botschaft in Berlin.

Spionageverdacht: Festnahmen in Bayreuth

In Bayreuth waren zwei Männer unter dem Verdacht der Spionage für Russland festgenommen worden. Die Deutsch–Russen hätten potenzielle Anschlagsziele ausgekundschaftet, darunter auch Einrichtungen der US–Streitkräfte in Deutschland, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) ließ wegen des Falls den russischen Botschafter in Berlin ins Auswärtige Amt einbestellen.