Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer will am frühen Morgen den Arbeitskampf vorerst beenden. Mehr als fünf Tage lang hatte die Gewerkschaft den Güter- und Personenverkehr bestreikt. Es war in der laufenden Tarifrunde die dritte und bisher längste Streikwelle.
Die Bahn hat versprochen, bereits am Dienstag weitgehend zum regulären Fahrplan zurückkehren zu können. Personal und Fahrzeuge wurden demnach schon am Wochenbeginn dorthin gebracht, wo sie für den Hochlauf gebraucht werden. Schon beim vorigen Bahnstreik vor rund zwei Wochen lief der Zugverkehr auf diese Weise vergleichsweise schnell wieder normal.
Die GDL fordert insgesamt 3,2 Prozent höhere Löhne und Gehälter bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie einer Corona-Prämie von 600 Euro. Die Bahn hatte zuletzt eine Laufzeit von 36 Monaten angeboten und der Corona-Prämie zugestimmt. Gestritten wird zudem über die künftige Form der Altersvorsorge.