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Europawahl
Ulm / Leonie Maschke  Uhr
Welche Alternativen zum Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es? Wir stellen ein paar vor.

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung ist für viele Wählerinnen und Wähler bei anstehenden Wahlen eine Hilfe, bei welcher Partei sie ihr Kreuzchen machen sollen.

Doch die bpb durfte das Angebot für einige Tage nicht mehr weiterbetreiben: Die Partei „Volt“ hatte beim Verwaltungsgericht Köln Klage eingereicht - und Recht bekommen. Das Gericht hatte beanstandet, der Wahl-O-Mat benachteilige kleinere und unbekanntere Parteien. Die Richter bemängelten, dass man auf der Seite nur jeweils acht Parteien auswählen kann, um sie mit eigenen Positionen zu vergleichen. Die Bundeszentrale für politische Bildung hatte daraufhin den Wahl-O-Mat für die Europawahl vorläufig vom Netz genommen.

Welche Alternativen gibt es?

Inzwischen ist der Wahl-O-Mat wieder online, doch es gibt auch noch andere Wahltools, die bei der Orientierung helfen können. Wir stellen einige Alternativen vor:

Wahlkompass

Der Wahlkompass, der von Studenten und Professoren der Uni Münster entwickelt wurde, ähnlet dem Wahl-O-Mat. Allerdings gibt es sechs Antwortmöglichkeiten, was das Ergebnis verfeinern soll.

Wahlswiper

Das Tinder für Wähler - zumindest funktioniert der Wahlswpier von der Funktion her ähnlich wie die Dating-App. Das Tool vergleicht die Antworten des Nutzers mit den Positionen der Parteien und vergibt dafür jeweils Punkte. Der Nutzer kann Fragen auch doppelt werten lassen.

YouVoteMatters

Hier kann der Nutzer über 25 Themen abstimmen, über die auch die Europa-Abgeordneten in den vergangenen fünf Jahren abgestimmt haben. So soll der Kandidat gefunden werden, dessen Abstimmungsergebnisse dem des Nutzers am nächsten sind. Die Plattform wurde von einer Gruppe von fünf europäischen Organisationen entwickelt.

EU and I

Dieser Wahl-Tool fragte 22 Positionen ab, zu denen es sechs Antwortmöglichkeiten gibt. Ein Vorteil gegenüber dem Wahl-O-Mat der bpb: Der Nutzer kann seine Position mit den Parteien aller EU-Länder vergleichen. „EU and I“ wurde von Wissenschaftlern der Uni Florenz und Luzern entwickelt und von der EU finanziert.

ausgewaehlt.eu

Die sieben wichtigsten Themen der Europawahl, erklärt von den Parteien in 280 Zeichen - das ist das Prinzip von ausgewaehlt.eu. Kein Wahl-Tool per se also, sondern mehr eine Übersicht der Standpunkte der Parteien.

SWR-Europawahlcheck

Auch der Wahlcheck vom Südwestrundfunk ist kein Wahl-Tool an sich, sondern eine Übersicht, welche Positionen die Parteien zu Themen wie Diesel-Krise, Flüchtlinge, Billiglöhne und anderen Fragen stehen. Die Aussagen der Kandidaten wurden in kurzen Videostatements zusammengefasst-

Hier geht es zum SWR-Europawahlcheck

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