Asylanträge sinken deutlich
: EU verzeichnet im Mai 2025 30 Prozent weniger Gesuche

Die Anzahl der Erstanträge auf Asyl in der Europäischen Union ist im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um nahezu ein Drittel zurückgegangen.
Von
Florian Huth
Berlin
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Asylpolitik

Die Antröge auf Asyl in der EU sind im Mai 2025 stark rückläufig.

Uli Deck/dpa
  • Asylanträge in der EU sanken im Mai 2025 um 30 % im Vergleich zum Mai 2024.
  • 54.780 Erstanträge im Mai, nach 48.935 Anträgen im April – leichter monatlicher Anstieg.
  • Größte Antragsgruppen: Venezuela (8.085), Afghanistan (4.575), Bangladesch (3.095), Syrien (2.935).
  • Spitzenreiter bei Anträgen: Spanien (12.755), Italien (11.760), Frankreich (9.490), Deutschland (8.330).
  • EU verschärfte Asylpolitik: Reform mit Grenzverfahren und ungleicher Verteilungsbewältigung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl in der Europäischen Union ist im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um faste ein Drittel gesunken.

30 Prozent weniger Asylanträge als im Mai 2024

Laut Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat vom 18. August 2025 stellten im Mai 54.780 Menschen erstmals einen Asylantrag in einem EU-Land – das sind 30 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres. Im Vergleich zum April 2025 stieg die Zahl der Erstanträge damit erstmals seit drei Monaten wieder an.

Im April beantragten 48.935 Menschen Asyl in der EU, zwölf Prozent weniger als im Mai. Die Zahl der Folgeanträge lag im Mai bei 7.585, was einem Anstieg von vier Prozent gegenüber April und zwanzig Prozent im Vergleich zum Mai 2024 entspricht.

Venezuela stellt die größte Gruppe von Asylbewerbern mit Erstanträgen

Die größte Gruppe der Asylbewerber stellten mit 8.085 Erstanträgen Menschen aus Venezuela, gefolgt von Antragstellern aus Afghanistan (4.575), Bangladesch (3.095) und Syrien (2.935). Die meisten Erstanträge wurden laut Angaben in Spanien mit 12.755 gestellt, gefolgt von Italien (11.760), Frankreich (9.490) und Deutschland (8.330). In Deutschland ging die Zahl der Erstanträge damit erneut zurück.

Die höchste Quote an Asylanträgen im Vergleich zur Bevölkerung wurden mit 30,3 Anträgen pro 1000 Einwohnern in Griechenland gestellt, vor Spanien (26,0), Zypern und Luxemburg (beide 25,8).

Deutlich strengere Asylpolitik in der EU

Mehrere EU-Staaten, darunter vor allem Deutschland, haben ihre Migrationspolitik in den letzten Monaten verschärft. Im vergangenen Jahr verabschiedete die EU eine Reform der Asylregeln, den sogenannten Asylpakt. Dieser sieht unter anderem Verfahren an den EU-Außengrenzen vor, um Migranten mit geringen Chancen auf Aufnahme direkt aus Grenzlagern abschieben zu können.

Ziel des Pakts ist es außerdem, die Herausforderungen bei Migration und Asyl besser zu bewältigen, insbesondere angesichts der ungleichen Verteilung von Asylbewerbern innerhalb der EU und der oft langen und komplexen Asylverfahren.